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Welcome in China (22.-26.11.2007)

...oder am anderen Ende der Welt, wo geröpst, geschmatzt und gerotzt wird und das super laut?

Englisch kann in Shenzhen (obwohl in der Nähe von Hong Kong) leider auch fast niemand. Man hat schon Probleme dem Taxifahrer zu erklären, wo man hin will. Ohne chinesische Visitenkarte geht da mal gar nichts (meine Gesten haben nur für verständnislose Blicke gesorgt). Beim Essen ist das ganze dann noch viel schlimmer: man zeigt auf das, was man haben will (obwohl man gar nicht weiβ, worum es sich dabei handelt...) und versucht dann dem Garküchenchef den Preis auf Englisch zu entlocken und das kann dauern.

Mein Hotel war leider genauso ne Katastrophe wie meine Verständigungskünste. Ich bin in der totalen Absteige gelandet. „My little Hut“ hatte extremst kleine, schmutzige Zimmer zu bieten, in denen man sich so heimisch wie auf ner Baustelle fühlte: Farbkleksen auf Boden, bröckelnder Putz, Belüftung durch ein Loch im Fenster etc. Vom Bett brauch ich jetzt gar nicht anfangen zu schwärmen...egal, auch diese Nacht hab ich überstanden und dann gings auf nach Hong Kong! A bissl an der Grenze Schlange stehen, Pass vollstempeln lassen und schon war ich da. Mit dem hochmodernen Zug gings weiter Richtung Hong Kong Kowloon. Nicht im ungemütlichen Stil der S8 mit 20 Stationen und maximal 40km/h, sondern komfortabel und zügig ohne nennenswertes Gerüttel, grade mal 7 Zwischenstopps und natürlich klimatisiert. In Kowloon angekommen, machte ich mich auf die Suche nach unserem Hostel. Gar nicht so einfach. Zig Mal hab ich die Shopping Mall umrundet, bis ich gecheckt hab, dass das Hostel da drinnen sein muss. Hmmm. Ein Hinweisschild gabs nicht, aber zum Glück konnten die Leute hier Englisch. Also befand ich mich bald auf den Weg in den 13. Stock. Oh Mann. Was für ein Anblick...und diese Gerüche! Schon wieder ne Übernachtung in einer Absteige/Müllberg? Nicht mit mir. Ich wollte schon wieder umdrehen...doch dann siegte die Neugier und ich hab doch noch einen Blick ins Zimmer riskiert. Wurde für gar nicht so übel befunden. Eine Massagedusche hatten wir auch. Also konnte das Gepäck abgeladen und die erste Erkundungstour gestartet werden.

Ein großer Vorteil des Hostels (viele gabs ja nicht) war die zentrale Lage. Direkt vor der Haustür zig Garküchen, eine ganze Menge Shopping Malls und eine MTR-Station (U-Bahn).

Nachdem gegen 4 Uhr auch Claudia und Barbara den Weg zum Hotel gefunden hatten, stürmten wir nach einer kleinen Stärkung die Nachtmärkte der Tempel Street. Dort wurden neben gebratenen Enten (mit Kopf versteht sich) und abgepackten Hühner- und Schweinefüssen alle Arten von Plagiaten angeboten. Angefangen von der Rolex für 10 EUR, DVDs für 1 EUR oder Ralph Lauren Polohemden für 10 EUR und vieles mehr!!! Wir haben uns dumm und deppert gekauft.

Deppert wurden wir auch, als nachts der ungepflegte Typ von der Rezeption (wir lagen bereits eingekuschelt in unseren Betten) an die Tür donnerte und diese in der gleichen Sekunde öffnete. Wir sollten jetzt die Zimmermiete zahlen. Der hatte echt nen Rad ab. Doch die Claudia baute sich in ihrem Schlafanzug vor ihm auf und meinte „we will pay tomorrow“. Ein kleinlautes  „Ok“ und schon war er weg...tstststs Kunden gibts.

Am Samstag haben wir uns mit den anderen im Starbucks in Hong Kong Central getroffen (ein Glück, dass es dort nur 5 gibt....stimmts Bernd?) Anderthalb Std später waren wir doch noch vollzählig und es konnte losgehen...zum Tian Tan Buddha (Big Buddha) auf Lantau Island – angeblich der gröβte sitzende, bronzenfarbene Buddha der Welt. Fotos wurden geknipst und dann gings per Bus, Fähre und Taxi zum Victoria Peak. Der Victoria Peak, wie "The Peak" auch genannt wird, ist mit 552 Metern Höhe der bekannteste Berg Hong Kongs. Von hier aus hatten wir einen atemberaubenden Blick auf die wahrscheinlich spektakulärste Skyline dieser Erde. Der absolute Wahnsinn. Runter gings (bei 27Grad Steigung) mit der kultigen Peak Tram, einer 1888 eröffneten Schweizer Zahnradbahn und dann wurde es hektisch. Barbara, Claudi und ich wollten die „Symphonie of Lights“ (http://www.tourism.gov.hk/symphony/) nicht verpassen. Im Dauerlauf sprinteten wir zur Hafenpromenade, wo wir die Lasershow genossen. Hektisch gings weiter...im Laufschritt zum Hotel...5 Minuten für Frischmachen, Umziehen und rein in die MTR. Dennoch trudelten wir als letzte im „Fed Angelo“ ein, wo lecker Pasta, Pizza, Steak etc. auf uns warteten. Wir genossen, schwäzten (holten 10 Monate Infojahr auf...das dauert!) und dann wurde 7/11 gestürmt. Wo sonst bekommt man sooo günstig Alkohol um diese Zeit? Das Stimmungsbarometer stieg und es ging auf die Partymeile in Lan Kwai Fong - eine Art Party Zone à la Kunstpark Ost (München), wo sich zahlreiche Clubs (kostenlosen Eintritt) aneinanderreihen. Gefällt einem die Musik, die Leute oder das allgemeine Ambiente im ersten Club nicht, geht man halt in den Nächsten. Wobei sich das Gehen eigentlich darauf beschränkt, ein paar Hausnummern weiterzulaufen oder auf die andere Straßenseite zu stolpern. Doch die Musik war gut, die Stimmung spitze und wir blieben und tanzten.

Leider war ich am Sonntag schon sehr, sehr zeitig wach (auch unser Hostel hat Reinigungskräfte und die zeigten gegen 8 Uhr was sie können: der Staubsauger wurde angeworfen, der Besen gegen die Türen geknallt.... Nur komisch, dass man davon 5 Minuten später nichts sah). Da Bubl und Claudia sich noch im Reich der Träume befanden und allen Anschein nach, dort noch ne Weile bleiben würden, bin ich alleine losgestiefelt. Mein Ziel war die „Avenue of Stars“. Ala Holliwood haben sich hier die Stars und Sternchen per Handabdruck verewigt. Nachdem ich festgestellt hatte, dass ich nur Jacki Jan kenne, hab ich mich wieder auf die Socken gemacht. Hardcoreshopping war noch einmal angesagt...leider mit minimalen Erfolg. Den Abend haben wir uns noch einmal auf Nachtmärkten um die Ohren geschlagen. Claudia hat noch einmal alles gegeben. Vor allem der Ladies Market musste dran glauben. Mit vollen Tüten, brennenden Fuβsohlen und einem zufriedenen Grinsen gings zurück zum Hotel, wo ein letztes Mal die Massagedusche zum Einsatz kam. Herrlich!!!! Stundenlang!!!!

Montagmorgen (boa, ich sachs euch, um 4.45Uhr ist es noch verdammt früh) hab ich mich aus dem Bett gepuhlt und auf den Weg nach Shenzhen gemacht. Alles völlig unkompliziert. Zugfahren, Stempel kassieren und ......nun ja Flugbewegungen machen. In ratlose chinesische Gesichter schauen und noch einmal mit den Armen wedeln (untermauert mit Geräuschen...oh man, kam ich mir deppert vor). Der 6. hatte es dann geschnallt, dass ich zum Airport wollte. Kurze Zeit später saβ ich im Bus und der fuhr tatsächlich zum gewünschten Ziel.

Fazit:

Neben so manchem materiellen Gut nehme ich eine ganze Menge Eindrücke mit, die ich wohl so kein zweites Mal erleben werde. Zum ersten Mal war ich in einer echten Weltstadt. München, Bangkok oder Kuala Lumpur sind im Vergleich eben doch nur ein kleines Nest – zwar mit Charakter und einem ganz eigenen Charme, aber zur Weltstadt reicht es trotz aller Selbstbeweihräucherung nicht.

Gerne wäre ich noch länger in Hongkong geblieben. Es war der erste, aber garantiert nicht der letzte Besuch. Den nächsten werde ich allerdings ohne Umwege machen. Shenzhen war zwar ne Erfahrung, schreit aber nicht unbedingt nach Wiederholung.

 

Bewerbungsreise (1.11.-11.11.2007)

Wow, 2 Wochen sind schon wieder seid meiner Bewerbungstour vergangen. Gerade jetzt zum Ende hin vergeht die Zeit schneller, als man “Infojahr” überhaupt aussprechen kann. Jedenfalls hatte ich viele interessante Gespräche. God-save-the-queen-England, natürlich Deutschland und Italien stand auf dem Plan. Dementsprechend stressig ists geworden und hinterher war es gar nicht so einfach, eine Entscheidung zu treffen.

Mittlerweile hab ich mich für Siemens I&S und die Spaghettiesser entschieden. Als Projektkauffrau werde ich den Italienern unter die Arme greifen und dafür sorgen, dass Siemensprozesse eingeführt und Zoll-, Exportrichtlinien eingehalten werden.

Ansonsten war die Zeit in Deutschland sehr schön. Wusste gar nicht mehr, wie toll es zuhause ist und wie schön Wiedersehensfreude ist.

Danke an euch, dass ihr alle so viel Zeit für mich hattet und mir so schöne Tage beschert habt.

Besonderer Dank an der Stelle an
MUTTI und UWE: für Unterkunft, lecker Frühstück und dafür, dass ich euch den Kühlschrank + Schokoladenschieber plündern durfte

CONNY: du warst wie immer ne super Shoppingbegleitung

FRANK, CHRISTOPH, MATHIAS: für das Zusammentrommeln aller und Geheimhaltungsstufe 10

RONALD: dafür, dass du mir doch noch die Tür aufgemacht und mich hereingelassen hast ;0)

SUSI: dafür, dass du immer für mich da bist und ich dir ständig ein Ohr abkauen darf

Es hat Spaβ gemacht, mit euch allen zu feiern, einen drauf zu machen oder zu ratschen. Ich hoffe wir sehen uns alle bald wieder. Ich werd euch vermissen. Bis bald!

 

Philippinen – Land der 7000 Inseln (12.-16.10.2007)

Gehört hatten wir schon viel von dem Land der 7000 Inseln. Leider nicht nur gutes. Da waren zum Beispiel die Angst einflöβenden Kidnappingstorries meiner Kollegen,  Schiffsunglücke, Taifune etc. etc. Doch wir lieβen uns nicht davon abhalten und saβen am Donnerstag 1 Uhr morgens im Flieger nach Manila. Sogar richtig bequem. Mit viel Beinfreiheit und weniger frostigen Temperaturen. 4 Stunden später waren wir da und stellten begeistert fest, dass das Land viel zu bieten hat: angefangen von Karaoke (läuft in jeder Kneipe) bis hin zu den “Jeepney’s” (einst ein Jeep im Dienste der amerikanischen Streitkräfte, wurde er vor dem Verschrotten gerettet, mit wildromantischen Bildern versehen und wird jetzt als billigstes Verkehrsmittel genutzt).

Etwas müde von der durchflogenen Nacht haben Doro und ich mich auf die Suche nach einem Cafè gemacht. Leider half der Kaffee nur mäβig und so schafften wir es gerade bis zur nächsten Parkbank, wo wir ein Nickerchen machten. Etwas munterer bemerkten wir später, dass Manila gar nicht so häβlich ist, wie ursprüglich angenommen (zugegeben wir befanden uns im Nobelviertel, aber trotzdem).

Da Manila dennoch nicht das touristische Eldorado ist, setzten wir unsere Reise um 2 Uhr nachmittags fort. Es ging nach Dumangete, der “Hauptstadt” von Negros. Erster Eindruck: Wow, ist der Flughafen „groβ“: Landebahn, die direkt ins Meer führt und ein kleines Holzhüttchen. That’s it. Die Gepäckverteilung sah wie folgt aus. Entladung per kleinem Wägelchen, welches später in Holzhüttchen abgestellt wurde und dann?....rischtisch. drauflosstürmen und Gepäck einheimsen. Nur gut, dass es am Ausgang Kontrollen gibt, die sicherstellen, dass jeder nur seinen Trolley nach drauβen nimmt. Muss man schon sagen. Echt gut organisiert, die Phillipinos.

1. Maβnahme... man suche und faulenze.

Angekommen an unserem ersten Ziel, suchten wir uns zuerst einmal eine Unterkunft. Wir wurden dank Dorothee und ihrem Reiseführer sofort fündig: nettes Hotel mit riesiger Dachterrasse, auf der abends ne Lifeband spielte und herrliches Essen serviert wurde. Der Bettentest ergab: ausgezeichnet!

2. Maβnahme... esse wie ein Weltmeister

Reisen macht hungrig. Erst recht, wenn man sich tagsüber fast nur von Kaffee ernährt hat. Also streiften wir durch die Straβen von Dumangete auf der Suche nach leckerschmecker Seafood. Schien eine Endlossuche zu werden. Ein Fastfoodrestaurant reihte sich an das nächste. Anstatt von Meeresfrüchten und Fisch schienen sich die Leute hier ausschlieβlich von Pommes, Burgern und anderen vor Fett triefenden, fritiertem Etwas zu ernähren. Wir gaben auf und machten es uns in der nächsten Kneipe bequem, in der es nur so von Phillipinos wimmelte. Gutes Zeichen? Si, das Essen schmeckte. Blieb für diesen Tag nur noch Maβnahme 3: SCHLAFEN!

Den Samstag haben wir mit einem ausgiebigen Frühstück auf der Dachterrasse begonnen. Anschlieβend hatten wir Energie, um ein Jeepney nach Apo Island ausfindig zu machen. Voll easy und schon gings in Dieselwolken eingehüllt los. Super witzig, nur leider teilweise echt eng. Da Apo Island, rischtisch, eine Insel ist, war mal wieder „Boot fahren“ angesagt. Auch dieses Mal war der Wellengang ordentlich, so dass wir 1,5 Std später gut durchnässt ankamen. „WOW“ beschreibt den Anblick am besten. Türkisfarbenes extremst klares Wasser. Fehlten nur noch Taucherbrille, Schnorchel und Sonnenschein. Nach weiteren 2 Std hatten wir alles. Wir witmeten uns der Unterwasserbeobachtung über gigantischen Korallenriffen und faulenzten.

Die Restaurantsuche am Abend sparten wir uns und machten es uns gleich auf der Dachterrasse unseres Hotels bequem. Sehr gute Entscheidung, denn das Essen war ein Traum und die Band echt gut. Nur das Publikum lieβ zu Wünschen übrig. Wozu hat man denn 2 Hände? Logisch, zum klatschen. Aber egal. Die europ. Rentner schienen eher mit ihren jungen phillipinischen Frauen beschäftigt zu sein.

Nach zwei gefaulenzten Tagen wollten Doro und ich a bissl Bewegung. Trekking zum Wasserfall schien eine gute Alternative zu sein. Sah wie folgt aus: Jeepneyfahrt, dann auf den nächsten Roller, Berg hoch (schwitz), tausende Treppenstufen bergab (mussten wir alle wieder hoch laufen, keuch) und dann gings noch mal über ein paar glitschige Steine. Vom Plan im Wasserfall zu schwimmen, lieβen wir ganz schnell wieder ab. Denn wir Schlauberger hatten keine Wechselklamotten mit und bei gefühlter 5 Grad Wassertemperatur wären wir garantiert erfroren. Also knipsten wir ein paar Fotos und quälten uns die Stufen wieder hinauf. Den Rest des Nachmittages wollten wir Souveniers einkaufen. Doch geeignete Lädchen waren in Dumangete genauso schwer wie Seafoodrestaurants zu finden und so gingen wir leer aus.

Am Montag checkten wir aus und verlieβen Dumangete. Wir wollten es uns noch einmal so richtig gut gehen lassen. Das nächste Ressort direkt am feinen Sandstrand war unseres...richtig schick im spanischen Stil. Nachdem der Pool getestet wurde, haben wir die Strandliegen in Beschlag genommen. Och ist das toll: Wellenrauschen, feiner Sand, ein spannendes Buch und ne Cocosnuss. Was will Frau mehr?

Diesen Abend bekamen wir unser Seafood: frisch serviert in dem Hotelrestaurant am Meer. Wir genossen!!!! Mhhhh, das hatten wir uns verdient.

Da in einem Ressort meist nicht gerade der Bär steppt, gingen wir, nachdem wir die Tänze der Hotelbelegschaft bewundert hatten, ins Bett. Der Dienstag war geprägt von Aufbruchsstimmung. Sachen packen, nach Dumangete fahren, Leckereien kaufen und ewig lange am Flughafen zubringen...Cebu Air hatte Verspätung! Kurz nach Mitternacht erreichten wir schlieβlich doch noch KL. Nicht so schlimm. Wir hatten ja ausgiebig vorgeschlafen! Wenn auch nicht alles geklappt hat, so war es mal wieder ein tolles verlängertes Wochenende.

 

2 Wochen durch Nordthailand und Laos (15.-30.09.2007)

Here we go again! Los gings am Samstagmorgen. Dieses Mal bin ich alleine zum Low Cost Terminal KLs gedüst und habe den Flieger nach Chiang Mai (Stadt in Nordthailand) genommen. 4 Stunden später konnte ich meine Unterkunft “Lindas Guesthouse” beziehen. Hier wimmelte es nur so von Deutschen. Die ersten Kontakte waren daher schnell geknüpft und die Reisegruppe gegründet. Mit Lena, Lukas, Renea und Sven besichtigte ich wenig später den ersten Tempel (nicht schlecht, aber im Vergleich zum Königspalast von Bangkok nicht der Brüller). Nachdem wir diesen begutachtet und umrundet hatten, fuhren wir in die Altstadt von Chiang Mai. Hier gab es einige kleine, teils verfallenen Tempel zu sehen, aber auch die hauten mich nicht wirklich vom Hocker. Dafür war der Nightmarket umso toller. Zahlreiche kleine Stände reihten sich aneinander. Hier konnte man alles und noch viel mehr kaufen (natürlich auf Verhandlungsbasis). Und da war er wieder – der Shoppingwahn! Wir ersteigerten soooo einiges, denn Renea war das absolute Naturtalent. Knallhart verhandelte sie die Preise, während wir daneben standen und die armen Händler bemitleideten. Frohen Mutes und zahlreiche Tüten schwenkend gings zurück zum Guesthouse. Viel Schlaf bekam ich in der ersten Nacht nicht (obwohl das Bett echt saugemütlich war). Um 3 Uhr morgens bagann der Hahn zu krähen. Leider war er sehr, sehr ausdauernd…bis 7 Uhr morgens…und das im Minutentakt. Ich hätte ihn abschieβen können. Weniger frisch und noch viel weniger munter schälte ich mich daher um 7 Uhr aus dem Bett. Stärkung holte ich mir bei Thedda in Form eines Spezialfrühstückes und dann wurde ich auch schon vom Bus abgeholt. Erster Stop war die “Orcid und Butterfly Farm” (etwas langweilig). Nachdem uns erklärt wurde, wie diese Blumen gepflanzt werden, durften wir die riesigen Schmetterlinge und 200 Orchideenarten bewundern. Hier lernte ich durch die Blume Merav und Noga, 2 Mädels aus Israel kennen. Mit denen habe ich wenig später eine Höhle besichtigt.. Wir wählten den adventurous way. Begleitet wurden wir von einer kleinen Thailänderin, die uns den Weg mit einer mickrigen Öllampe erleuchtete. Leider drohte das Ding zwischendurch immer wieder den Geist aufzugeben, was die Sache echt gruselig machte. Denn es war nicht nur zappenduster und saueng (wir mussten kriechen, uns durch Spalten winden)…nein, wir machten auch noch Bekanntschaft mit zahlreichen Fledermäusen und riesigen Spinnen (ihiiiiii). Ziemlich dreckig erreichten wir nach anderthalb Stunden den Ausgang und machten uns auf dem Weg zum Longneck village. Dort leben die Langhalsfrauen aus Burma. Es heiβt, dass sie die Ringe (max 25 Stück und 3 kg schwer) als Schutz vor Tigerangriffen und anderen wilden Tieren tragen, die oftmals ihre Beute mit einen Biss ins Genick erledigen. Übrigens können die Ringe abgenommen werden, ohne dass danach der Hals bricht.

Nach der 4 stündigen Busfahrt zurück nach Chiang Mai sind wir gleich auf den Sonntagsmarkt gegangen, der noch viel toller als der Nightmarket war. Schals, Taschen, Schmuck und noch vieles mehr - alles zwischen 1 und 3 Euro! Wer will kann natürlich auch gegrillte Maden kaufen oder sich auf bequemen Stühlen im Freien eine Stunde lang die Füβe kneten lassen. Nachdem ich mich durch die kulinarischen Köstlichkeiten gekämpft hatte, gings zurück zum Guesthouse. Doch leider brachte auch die Nacht vom Sonntag zu Montag nicht viel Schlaf (der Hahn gab wie gewohnt ab 3 Uhr morgens sein besstes, mich wach zu halten). Doch Theddas Powerfrühstück wirkte auch dieses Mal Wunder und so brach ich voller Energie mit Lukas, Michael, Renea, Sören und Sven zur 2tägigen Trekkingtour auf. 3 Stunden fuhren wir über Huckelpisten und Schlaglöcher in die Berge (Bandscheibenvorfall läβt grüβen). Dort bekamen wir unser Mittagessen und zum Dessert geröstete Maden, die uns den nötigen Eiweiβschub für die Tour geben sollten. Pfui Teufel! Und dann gings los...immer bergauf…bei einer gefühlten Luftfeuchtigkeit von 150% und 30 Grad. Der Marsch war echt heftig und so schwitzten wir schon bald aus allen Poren und waren das gefundene Fressen für Moskitos. Nach einer 4,5stündigen Wanderung (immer bergauf) hatten wir es geschafft. Wir erreichten unser aus Strohhütten bestehendes Dorf. Flieβend Wasser und Strom gabs nicht. Dafür jede Menge Hähne, die volles Rohr gaben “grrrr”. Nachdem das kalte Bergwasser für etwas Erfrischung gesorgt hatte, machten wir es uns auf der Terrasse bequem, wo wir die Aussicht und das wohlverdiente Abendessen genossen! Very delicious! Es erwies sich, dass unser Koch Bob nicht nur gut brutseln sondern auch zaubern konnte. Nach der 1 Euro Thaimassage, verblüffte er uns mit zahlreichen Tricks. Anschlieβend verkrochen wir uns ins Bettenlager: 16 aneinandergereihte Matratzen, abgetrennt durch Moskitonetze. Schlaf bekamen wir wenig, da zum einen die ganze Hütte bebte, sobald sich einer umdrehte (kam nicht selten vor) und zum anderen ab. 4 Uhr morgens mind. ein Hahn viel zu früh seinen Instinkten frönte, und unter unserem Pfahlbungalow...rischtisch: krähte! Eher unausgeschlafen machten wir uns daher nach dem Frühstück auf dem Weg zum Wasserfall. Von dort aus gings weiter bergauf, bergab (glücklicherweise dieses Mal überwiegend bergab) zum Elefantencamp. Nach 4 Stunden hatten wir unser Ziel erreicht. Hier durften wir ne Runde auf dem Eli drehen – sehr schaukelige Angelegenheit! Danach gings noch mal sportlich weiter: Rafting im Gummiboot stand auf dem Plan! Im Vergleich zu Sabah eher ein Lacher, denn wir mussten ordentlich paddeln um überhaupt voran zu kommen. Die Strömung war minimal. 4 Stromschnellen (Rapids) galt es zu überwinden. Dann stiegen wir auf Bamboorafting um. Heiβt, dass wir uns auf 2 Flöβe verteilten und wie Huckle Berri Fin flussabwärts düsten…nicht ohne standing in der eiskalten, weniger klaren Brühe zu landen. Eigentlich ne ganz lustige Angelegenheit. Danach waren wir aber fix und foxi, so dass wir die 2stündige Busfahrt komplett verschliefen. Allerdings kehrten die Lebensgeister nach einer ausgiebigen Dusche und dem Abendessen zurück. Grund genug sich ins nächste Tuk Tuk zu quetschen und in die Stadt zu düsen. Zu acht kein leichtes Unterfangen. 10 Minuten brauchten wir, bis wir einigermaβen gut gestapelt waren – gezählte 570 kg – rekordverdächtig! Dann krochen wir von dannen (kostete das Tuk Tuk ordentlich Gummi). Gelandet sind wir schlieβlich in der Gitarrenbar, wo ne coole Lifeband und günstige Cocktails für Stimmung sorgten.

Den Mittwoch hab ich eher chillig über die Bühne gebracht. Viel gelesen, im Internet gesurft, diverse Cafès ausprobiert etc.

Am Donnerstag gings schon weiter nach Laos. Die Tour war landschaftlich wunderschön, aber auch wahnsinnig anstrengend! 7 Stunden in brüllender Hitze gings mit dem Minibus zum Grenzort Chiang Khon. Am nächsten Tag weiter aufs Slowbaot nach Pak Beng. Ziemlich unbequem, da wir 6 Stunden auf Holzbänken hockten. Aber wunderschön: links und rechts Berge, Urwald... einfach genial! In Pak Beng angekommen (ein kleiner Ort mitten im Dschungel, nur dafür angelegt Backpackern auf den Weg nach Luang Prabang ein Dach überm Kopf zu bieten) habe ich mir mit Lena, Lukas, Pete, Steve, Rob, John, Charlie und Luise ein billiges, sauberes Guesthouse gesucht. Kaum hatten wir in der 1 Euro Unterkunft eingecheckt, wurde unser Vorurteil, Laos sei ein Drogenland bestätigt. Es klopfte an der Tür. Vor uns stand ein kleiner, dicker Typ mit diversen Drogenbeutelchen. Ob wir Opium, Cannabis etc. wollten. Wäre in Laos völlig legal. Wir lehnten dankend ab und verzogen uns in die nächste Dorfkneipe, in der es Whiskey und Peanuts for free gab. Der Abend wurde dementsprechend feuchtfröhlich. Da um 23.00h der Stromgenerator abgeschaltet wurde, gings mit einem gesunden Pegel ins Bett! Völlig fertig konnten wir am nächsten Tag die siebenstündige Bootstour nur minimal genieβen! Katerstimmung machte sich breit. Gerädert kamen wir in Luang Prabang an, wo wir eine gemütliche 2 Dollarunterkunft bezogen und anschlieβend gleich essen und feiern gingen. Steve, Pete, Charlie, Rob und ich wollten die Dorfdisko rocken. Allerdings war dort absolut tote Hose. Doch eine Stunde später war der Laden voll…voll mit lauter Schwulen. Das Tanzbein haben wir 20 min geschwungen, dann hat Pete etwas Bammel bekommen. Als einziger blonder Typ wurde er heftigst von der “ich-trage-sauenge-Hosen, Goldkettchen-bin-schwul und steh-dazu” Fraktion angezwinkert. Also machten wir uns aus dem Staub.

Die nächsten zwei Tage verbrachten wir sehr relaxt. Neben Tempeln schauten wir uns den Kuangsi und den Tak Se Waterfall an und genossen das leckere Essen von Laos.

Am Dienstag fuhren Lena, Lukas, Steve, Pete und ich per Minibus weiter nach Vang Vieng, einem kleinen sehr überschaubarer Ort, der nur aus Bars und Restaurants besteht, in denen den ganzen Tag “friends” Folgen ausgestrahlt werden.

Die Fahrt war die reinste Hölle. Eingeklempt wie in einer Sardinendose düsten wir im Vollkaracho die Serpentinenstraβen entlang. Steif und benommen erreichten wir nach 7 Stunden unser Ziel. Dann begann die Suche nach einer gescheiten Unterkunft. Gar nicht so einfach. Die meisten Hostels waren zwar günstig, aber schmutzig und stanken zum Himmel. Nach 1,5 stündiger Hostelbesichtigungstour fanden wir dann endlich was nettes. Zeit, etwas zwischen die Zähne zu bekommen. Die Friends Bars waren gut besucht. Doch das Essen nicht ganz so lecker wie in Luang Prabang. Dafür wurden "happyshakes" und "special pizza" (alles mit Gras) en masse angeboten. Glaubt man den Erfahrungsberichten einiger Backpacker soll man danach 2 Tage flachliegen. Dafür war mir meine Zeit zu kostbar.

Den Abend haben wir bis zur Sperrstunde (ist in ganz Laos 23.30 Uhr) in der Ola Bar verbracht. Dort ging die Post ab. So stell ich mir den Ballermann auf Mallorca vor! Laos Whiskey und Bier floss in Strömen. Auβerdem versuchte die Thekendame (eine echte Kampfsau – sorry, aber die hätte jeden Mann im Arm-drücken besiegt und die Engländer unter den Tisch getrunken) ihre Gäste mit diversen Trinkspielen abzufüllen. Wir hatten unseren Spaβ, doch halb 12 noch lange nicht genug. Also zogen wir weiter in die island bar, die sich wenig um die Sperrstunde zu kümmern scheint, so dass nahezu alle Traveller hier den Abend ausklingen lassen. Sehr geniale Atmosphäre. Den nächsten Tag gings mit laotischem hangover auf zum Kajaking und dem legendären "Tubing". Nach einer kurzen Einweisung durch den Guide sind wir einige Kilometer nördlich von Vang Vieng in See gestochen und hatten erst einmal ziemlich mit der Navigation zu kämpfen (reagiert irgendwie nie so wie es soll, so ein Kajak). Nach 3 Kilometern Eingewöhnungsphase machten wir unseren ersten Zwischenstop. Zunächst schauten wir uns eine Elefantenhöhle an, dann gings weiter zur Watercave. Hier bekamen wir einen Autoschlauch und eine Stirnlampe. Nachdem wir es uns auf dem Reifen bequem gemacht hatten (nicht wirklich möglich bei 19 Grad Wassertemperatur), zogen wir uns entlang einer Strippe in die Höhle. War schon lustig so ca. 200 m unterm Berg auf einem LKW-Schlauch dahin zutreiben und immer aufzupassen, dass man sich nicht den Kopf an irgendeinem Stalaktieten stöβt. Dann gings zu Fuβ weiter, teils kriechend, teils schwimmend…immer schön im eiskalten Wasser (bibber). Danach gab's gegrillte Spieβe mit Reis zum Lunch. Köstlich! Anschlieβend paddelten wir 17km weiter flussabwärts, nahmen die ein oder andere Stromschnelle mit und kamen langsam in den Partyzone-Umkreis von Vang Vieng. Tubing war angesagt: man lässt sich stundenlang mit (oder ohne) einem Beer Lao an Bord auf riesigen LKW-Schläuchen flussabwärts treiben, und wird auf Wunsch immer wieder von diversen "Tubing-Tankstellen" an Land gezogen, bei denen man neben Getränke-Nachschub die verschiedensten "Water Jumping"-Varianten ausprobieren kann. Dort ist gut abhängen bei cooler Musik und Spaβ ohne Ende garantiert.

Abends merkte ich dann, dass mein Körper wohl nicht fürs Kajaking gebaut ist. Ich spürte Stellen, deren Existenz mir bislang unbekannt waren. Nichtsdestotrotz haben wir uns nach leckerem Essen noch etwas Spaβ in der Ola Bar gegönnt.

Den Donnerstag hab ich es mir so richtig gut gehen lassen: nach dem Frühstück in einer der Friendsbars, hab ich meinen Körper eine Stunde lang durchkneten lassen. Die Massage war der Hammer…ich bin zwar gegen Kinderarbeit, aber das etwa 16jährige Mädel hatte es echt drauf. Vor lauter Entspannung bin ich glatt eingeschlafen! Danach hab ich mich mit Sophie (Niederländerin), Charlie und Rob an den Hotelpool gelegt und mir die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. Die nächsten Tage waren ganz von Abschiedsstimmung geprägt. Rucksack packen, Leute drücken und los gings. Erst mit dem Bus die Serpentinenstraβe zurück nach Luang Prabang. Den nächsten Tag mit den Flieger nach Bangkok und schlieβlich nach KL. Alles in allem war es ein traumhafter Urlaub, der viel zu schnell vorbei gegangen ist. Das war das erste, aber garantiert nicht das letzte Mal, dass ich nach Laos reise.

 

Singapore, die dritte oder Abschied nehmen ist schwer (8.-9.09.2007)

Aller guten Dinge sind bekanntlich drei...also gings noch einmal nach Singapore. Grund war dieses Mal nicht mein leerer Kleiderschrank (Singapore ist das Shoppingparadies schlechthin) sondern Dirk, Frank, Mathi und Ronald, die ich gebührend verabschieden wollte.

Gefahren bin ich zur Abwechslung mal mit First Coach – nicht ganz soooo schick wie Aeroline, aber um Klassen günstiger! Und pünktlich! Gegen 1 Uhr mittags war ich da und hab mich erst einmal auf die Suche nach der Unterkunft „Bugis Backpacker“ gemacht (von den Jungs gebucht). Aufgrund der guten Wegbeschreibung ein Kinderspiel! Von der ziemlich hektischen Empfangsdame bekam ich dann auch gleich Bezüge in die Hand gedrückt....es lief also alles nach Plan...bis ich vor dem Zimmer stand. Sollten wir nicht in einem 6 Mann Zimmer schlafen? Hm noch einmal durchgezählt..und...ich kam wieder auf 16. Knick in der Optik? Ne! Da waren doch tatsächlich 8 Doppelstockbetten eingepfercht in ein 15 qm kleines Zimmer. Oh Mann. Das wird kuschlig! Immer hektischer werdend meinte die alte Lady, ich solle mich jetzt endlich für ein Bett entscheiden. Tauschmöglichkeiten beständen hinterher nicht mehr. Ich wählte Nummero 12 (in der Nähe des einzigen Fensters!), legte meine Klamotten ab und fuhr nach China Town, wo ich die Jungs treffen sollte.

Wieder einmal stand Sightseeing auf dem Plan. Dieses Mal im gemächlicherem Tempo, da die Jungs bereits seit Stunden unterwegs waren (sind sehr, sehr früh aufgestanden, weil die Klimaanlage in der Nacht ausgefallen war. Macht sich bei 16 Mann wohl ziemlich schnell bemerkbar, hab ich mir sagen lassen!).

Zwischenstop legten wir bei Starbucks ein, wo bereits lecker Kuchen und Cappuccino der Vorgänger auf uns warteten – unangerührt! Restevernichter oder Sparfuchs? Oder beides? Jedenfalls machte sich Mr Inkognito (will an dieser Stelle unerkannt bleiben) genüsslich über den Kuchen her. Hm, sah lecker aus. Also holten wir Nachschub. Etwas gestärkt sind wir dann doch noch durch die Shoppingmalls gezogen. Das Ergebnis war vernichtend: 1 T-Shirt für Frank, der Rest ging leer aus! Anschlieβend haben wir uns eine Dusche gegönnt und sind durch die Foodcourts von Singapur gezogen. Die Bäuche wurden gut gefüllt. Das traditionelle Abschlusseis gabs später am Clark Quay, wo wir auch noch das ein oder andere alkoholische Getränk konsumierten (ganz nach dem Motto: schmecken muss es ni, hauptsache es knallt!). Die Wirkung blieb nicht aus und so suchten wir uns schwankend den Weg zum dbo. Hier war schon ordentlich Stimmung (kein Wunder. Es wurde 80er und 90er Jahremusik gespielt!). Wir haben den Laden ordentlich gerockt und die ein oder andere Eroberung gemacht, gel Frank? Natürlich gabs noch a bissl was zu trinken. Schlieβlich kostete jedes alkoholisches Getränk zwischen 1,50 und 3 EUR, fetzt, oder? Irgendwann waren wir ziemlich breit, so dass wir uns zum Schlaflager chauffieren lieβen. Man mag es kaum glauben, aber die Klimaanlage funktionierte und geschnarcht wurde auch nicht. So kamen wir wenigstens zu einem kurzen Nickerchen, denn um 10 Uhr mussten wir schon wieder auschecken. Viel ging am Sonntag nicht: ausgedehntes Frühstück bei MC Donalds und die Zeit totlabern...und der Abschied kam immer und immer näher. Der bekannte Königsberger Klops machte sich im Hals breit. Noch mal in den Arm genommen und schon waren sie weg, die Jungs. Schade! Es waren zwei echt witzige Wochen.

 

Abchillen auf Sabah (28.08.-2.09.2007)

Nachdem ich meinen Arbeitstag mehr oder weniger munter überstanden hatte, hab ich mit den Jungs einen Cocktail in der Skybar sowie die Aussicht auf die Twin Towers genossen. Doch allzu chillig wollten wir den Montag nicht beenden. Daher haben wir uns wieder einmal zu fünft in ein Taxi gequetscht und zum Beachclub chauffieren lassen. Dort war ordentlich Stimmung, ein Röckchen kürzer als das andere und jede Menge käuflicher Damen am Start. Was will man(n) mehr? Der erste Vodka Lemon rann die Kehle hinunter und wenig später wurde das Tanzbein geschwungen….natürlich nicht ohne weibliche Begleitung. Denn die Damen hatten die Jungs bereits erspäht. Also wurde der Rock noch ein Stückchen höher gezogen und das tiefe Dekoltè zur Schau gestellt. Echt anschmiegsam die Mädels! Kohle konnten sie sich dennoch nicht bei uns verdienen! Schlieβlich waren wir zum tanzen und Party machen da! Da die Musik gegen 3 Uhr morgens allerdings etwas lahm bzw. total verschroben wurde (ich glaub, die Lifeband spielte “Rätselraten-songs”, leider blieben die meisten Lieder unerkannt oder waren extremst schlecht), beschlossen wir doch noch eine Mütze Schlaf zu nehmen. 2 Stunden waren uns vergönnt, dann ging es per Airasiabus zum Flughafen, wo wir uns erst einmal ein MC Donalds Frühstück genehmigten. Damit begann der gemütliche Teil: 5 Tage Sonne, Strand und Inselfeeling standen auf dem Plan (denn leider mussten wir die Mount Kinabalutour aufgrund Überbuchung streichen. Schade. Ich hätte mir super gerne den Sonnenaufgang in 4100 m Höhe angesehen).

Nach drei Stunden Flughafenaufenthalt (Airasia hatte mal wieder Verspätung) und 2 Stunden Flug hatten wir es endlich geschafft! Wir konnten unser 6 Mann Zimmer in Kota Kinabalu beziehen. Die Traumunterkunft hieβ “Summer Lodge” (klein, aber fein). Nachdem wir unsere sieben Sachen abgeladen hatten, wurde Pizza Hut gestürmt. Sonderlich gut wars nicht, aber zum satt werden hats gereicht. Im strömenden Regen sind wir dann von Lädchen zu Lädchen gezogen und das erfolgreich: für Mathi gabs neue Flipflops und für alle Shorts und T-Shirts. Das Spidermanteam war geboren. Leider hat das erste Teammitglied schon am nächsten Tag geschwächelt. Dirk musste mit Fieber und Erkältung im Bett bleiben, während wir uns auf die Suche nach dem schönsten Strand machten. Den sollten wir laut “Lonely planet” in Turau finden. Blöderweise waren die Taxen ziemlich teuer und der Bus bereits abgefahren. Daher sind wir zur Fährstation gefahren und schwupdiwup befanden wir uns auf dem Weg zur nächsten Insel.

Nachdem wir noch a bissl Geld gespart hatten (warum muss man 20 RM pro Person entry fee zahlen, wenn man an dem Häuslein auch vorbei laufen kann?), umrundeten wir die Insel…immer noch auf der Suche nach dem schönsten Strand. Zwischendurch legten wir noch eine Kletterparty ein, die sich…na ja… nicht wirklich lohnte: unten angekommen sahen wir nur Steinbrocken…und in der Ferne den tollen, weissen Sandstrand. Uns zog es weiter. Dieses Mal stolperten bzw. kletterten wir über die im Wasser liegenden Steine. Ohne Schrammen gings leider nicht ab! Doch der Einsatz lohnte sich: schlieβlich konnten wir es uns am Strand gemütlich machen, schnorcheln und Muscheln sammeln. Leider regnete es nach ein paar Stunden wieder, so dass wir uns halb rutschend, halb kletternd und bald komplett durchnässt aus dem Staub machen mussten. Der Regen begleitete uns bis aufs Festland!

Nachdem wir uns durch ausgiebiges Duschen wieder aufgewärmt hatten, zogen wir los, um für Leib und Seele zu sorgen. Wir landeten beim Inder, wo es nicht nur spicy food, sondern auch frisch gegrillten Fisch etc. gab. Das Essen war so lecker, dass Frank (angeblich auf Diät) gleich 2 Hauptspeisen verdrückte. Aber auch wir langten ordentlich zu. Pappensatt sind wir noch a bissl um die Häuser gezogen, bevor wir es uns in den Doppelstockbetten bequem machten.

Nach einer kurzen Nacht fuhr das Spidermanteam (vollzählig, denn Dirk schien es besser zu gehen) am Donnerstag früh per Bus nach Beauford. Dort sprangen wir auf den Zug und sicherten uns ein Plätzl auf dem Gepäckwagen (open air). Im Wagon sitzen kann schliesslich jeder! A bissl heiss wars zwar und wir wurden ordentlich durchgerüttelt, aber die Aussicht war herrlich. Es ging durch den Dschungel, immer entlang des Flusses…bis zur Raftingstation. Dort erwarteten uns leckere Früchte sowie Helme und Schwimmwesten. Nachdem wir diese übergestreift hatten, bekamen wir eine Einweisung bezüglich Sitzhaltung, Sicherungsmaßnahmen, wie man sich wieder ins Boot befördert und natürlich wie man richtig paddelt. Dann bekamen wir unser Raft sowie ein neues (eher schüchternes) Spidermanmitglied. Und schon gings los! Jippiiiiiii

Unser Bootsführer erklärte uns die Rapids und gab unaufhörlich Kommandos wie links-rückwärts, rechts stopp, beide vorwärts,... Das war am Anfang etwas verwirrend und nicht jeder hörte bzw. verstand alles, aber irgendwann fanden wir den Rhythmus. Nachdem wir das Paddeln endlich drauf hatten und wir uns an einer ruhigen Stelle befanden, hiess es "You can swim now". Also plumpste das Spidermanteam ins Wasser und das Boot war leer. Zur Abwechslung war das Wasser sogar mal recht kühl und die Strömung echt krass. 30 Meter weiter krabbelten wir alle wieder ins Raft und versuchten die „Waschmaschine“ oder das „Kobraauge“ und viele mehr zu meistern. Nicht immer blieb das Spidermanteam vollzählig an Bord. Beim 50/50 verabschiedete sich auch wirklich die halbe Mannschaft. Doch wenig später hatten wir neue Crewmitglieder, die aus anderen Rafts geflogen waren.Man muss schon sagen, das Rafting hat Mordsgaudi gemacht.

Nachdem wir  Nudeln, Reis, Fleisch, Fisch und vieles mehr verschnabuliert hatten, tuckerten wir wieder per Zug durch den Dschungel. In Beauford angekommen machten wir uns auf die Suche nach der Unterkunft. Gar nicht so leicht, denn im Gegensatz zu KL sprach hier niemand Englisch. Doch Beauford ist nicht gerade die Megacity und nach 10 Minuten hatten wir die Stadt umrundet. Das Hotel ward gefunden und um Klassen besser als befürchtet.

Leider steppte in Beauford nicht wirklich der Bär. Wir fanden noch ne kleine Kaschemme, wo wir Essen zu Touristenpreisen bekamen (voll die Abzocke - im Vergleich zu KL echt teuer!) und eine kleine Karaokebar. Das wars! Krachen lassen, konnte man es hier also nicht. Aber nichts geht über einen gemütlichen Foto-, Fernsehabend im Hotelzimmer.

Am Freitagmorgen sind wir per Taxi nach Kuala Penyu gedüst. Dort wartete bereits der Guide vom Survival Island Team mit dem Speedboot auf uns. 30 Minuten volle Kraft voraus und schon waren wir da: Pulau Tiga (Paradies auf Erden, wenn da nicht die Mücken gewesen wären). Sofort wurde die Insel von uns erkundet und der Strand in Beschlag genommen. Während ich es mir mit Dirk und Ronald am Strand bequem gemacht hatte, schleppten Mathi und Frank Baumstämme an, suchten Stricke zusammen und spielten eine Runde Robinson. Ergebnis: fahrbarer Wasseruntersatz (teils Boot, teils Floβ), mit dem sie zwar nicht wirklich voran kamen, aber jede Menge Spaβ hatten. Spaβ gabs auch abends beim Bier trinken und Karten spielen. Demnach wird Mathias wohl ewiger Single bleiben, der hat uns echt nackig gespielt!

Den Samstagvormittag verbrachten wir ausschlieβlich mit Insektenschutz auftragen (hatte ich schon mal erwähnt, dass die Mücken echt fies waren), Seele baumeln lassen und Schnorcheln. Nach dem Mittagessen und einem Nickerchen in der Hängematte (oh ja uns gings prima) haben wir uns mit dem Guide durch den Dschungel gekämpft oder besser gesagt: wir sind durch den Urwald gerannt. Keine Ahnung, warum der Typ es so eilig hatte, viel Interesse am Erklären von Pflanzen und Tieren bestand jedenfalls nicht. Unser Ziel war der Schlammvulkan, der alle paar Sekunden blubbert und übel riecht (nach verfaulten Eiern quasi). Ursprünglich hatten wir eine Schlammschlacht geplant, aber als wir vor dem Matschloch standen, verging uns die Lust. Irgendwann konnte ich mich wenigstens dazu überwinden, einen Fuß hineinzustecken (bäääähhhh, war das widerlich: halb verfaulte Blätter, Krümel und Ästchen machten sich sofort bemerkbar). Als ich dann auch noch ewig lange Regenwürmer in der Pampe entdeckte, war der Ofen aus. Blöderweise schienen jetzt die Jungs Gefallen an dem Schlammloch gefunden zu haben. Plumps und schon waren sie drin. Aus dem anfänglichen Igitt wurde ein genüssliches Planschen, was leider nicht ohne mich stattfinden sollte! Ronald zerrte mich doch tatsächlich in die Brühe. Einmal nett in die Kamera gelächelt und schon war ich wieder draußen! Ne Kinders, da müsst ihr mal ohne mich durch.

Von Schlamm triefend sind wir später den Berg wieder runtergewatschelt und haben anschließend versucht, den Eiergeruch im Meer loszuwerden…eher weniger erfolgreich! Nach 30minütigen Planschen und „Wäsche waschen“ wurden wir mit dem Boot abgeholt. Jiiipppiiii schon wieder Boot fahren. Auch das war nach 10 Minuten überstanden, so dass einer Dusche nichts mehr im Wege stand! Den Abend haben wir mit Essen (mmhhhh zur Abwechslung mal wieder REIS!), Karten spielen und auf dem Bootssteg verbracht. Der Sternenhimmel war ne Wucht, die Gespräche teils tiefgründig, teils spaßig…wir hätten ewig dort liegen können, wäre nicht der Zimmerschlüssel von Ronald und Dirk vom Steg ins Wasser gefallen! Mit großen Augen/ etwas verdatterten Blick schaute Ronald auf seine leeren Hände…na ja, tauchen kam jetzt wohl nicht mehr in Frage. Was nun? Zum Glück war der Guide noch wach und konnte einen Ersatzschlüssel auftreiben, so dass wir auch dieses Mal in unseren Betten schlafen konnten. Am Sonntag gings dann leider schon wieder zurück.

 

Viva Hanoiia (21.-24.07.2007)

Kann ich am Wochenende überhaupt einmal ausschlafen? Nein! Dieses Mal hab ich es nicht mal bis ins Bett geschafft. Da unser Flieger nach Hanoi um 6 Uhr morgens ging, beschlossen J.C. und ich, ne flotte Sohle im Poppy Garden hinzulegen und auf den Schönheitsschlaf zu verzichten (haben wir sowieso nicht nötig J). Die Musik war ok-lah, die Stimmung 1a und so wurden wir sogar noch Geburtstagsgäste. Echt cool, wie die Chinesen feiern! Freuen sich wie die Schnitzel über eine Torte und klatschen jedes Mal begeistert in die Hände, wenn einem die Kuchenschaufel in den Mund gerammt wird. Ganz ohne Flecke ging die Aktion natürlich nicht über die Bühne. Völlig fertig und etwas müde sind wir gegen 3 Uhr morgens zum Flughafen gefahren.

In Hanoi angekommen war alles total easy. Unser zukünftiger Tourguide wartete schon auf uns. Mit einem neuen Taxi ging es 3,5 Stunden durch flaches Land vorbei an Reisfeldern zur Halong Bay. Dort lag unser rustikales Boot (Missisippi-Style) vor Anker und prügelte sich mit zahlreichen anderen Booten gleicher Bauart um die Anlegeplätze im Hafen. Glücklicherweise fuhr nahezu jedes Schiff eine etwas andere Route, so dass kein Konvoi-Gefühl aufkam. Nachdem wir das äußerst leckere Seafood an Bord verschnabuliert hatten, erreichten wir unser erstes Ziel, die Insel Hang Sung Sot, die „Ile de la Surprise“. Hier stiegen wir an Land, die steilen Steinstufen hoch zum Eingang einer riesigen Felsgrotte, die in allen möglichen Farben angestrahlt wurde. Echt toll und wahnsinnig beeindruckend. Really beautiful….wenn man sich die Menschenmassen und das Klohäuschen am Eingang wegdenkt. Am späten Nachmittag gab es dann einen weiteren Stopp: schwimmen inmitten der Hügel von Halong Bay auf dem freien Ozean stand auf dem Plan. Der erste Sprung ins Wasser auf dieser Reise… mit einen DICKEN Grinsen im Gesicht…ins warme Wasser. Man tat das gut. Halbwegs erfrischt haben wir uns dann über das leckere Abendessen her gemacht: Pilzsuppe, Garnelen, Langusten, Tofu, Muscheln, diverse Gemüsesorten, Pommes, Fleisch. Immer mehr wurde aufgetischt und als wir schon dachten: jetzt sind wir fertig (der Bauch drohte bereits zu platzen), wurden die nächsten Schüsseln angeschleppt: Reis, noch mehr Gemüse, Fisch, Dessert etc. … die Gänge konnte ich irgendwann nicht mehr zählen. Kugelrund rollte ich mich nach oben und ließ mich in einen Liegestuhl plumpsen. Aus dem Sternebeobachten ist leider nichts geworden. Das Essen sowie die durchgetanzte Nacht hatten mich fix und foxi gemacht. Erst als es gegen 4 Uhr morgens plötzlich in Strömen regnete, wachte ich auf und machte ich mich auf die Suche nach unserer Kajüte.

Am Sonntag haben wir die Halong Bucht per kleinerem Boot erkundet: jipppiiii Kanu fahren fetzt!!! Musste nur feststellen, dass ich wieder verstärkt boxen gehen sollte. Meine Armmuckis ließen zu Wünschen übrig! Auf die Stärkung mussten wir aber nicht lange warten: Gängemenu, die dritte (mittlerweile gut geübt, schafften wir wieder a bissl mehr). Anschließend sind wir mit dem Minibus nach Hanoi gefahren…. Und das Gehupe und Gewusele begann. Um das Chaos auf Vietnams Straßen zu verstehen, bedarf es eines gänzlich neuen Denkansatzes. Tausende Mofas düsen durch die Gegend. Bei vielen ist die Hupe auf Dauermodus eingestellt. Es wird kreuz und quer gefahren. Verkehrsregeln kennt man nicht. Als Fußgänger hat man da keine Chance. Doch wer wartet, hat verloren. Einfach drauflos laufen ist die Divise. Kleiner Tipp am Rande: wenn ein Omnibus kommt, dann lieber doch stehen bleiben.

Nachdem ich mein Hotel bezogen hatte, hab ich eine kleine Besichtigungstour gemacht. Geradezu unglaublich wie sehr sich das Leben auf der Straße abspielt. Frauen waschen sich über der Abflussrinne die Haare, auf kleinen Plastickhockern wird gegessen, gekocht oder Mann lässt sich rasieren.

Abends hab ich mich mit Madelena getroffen. Zusammen sind wir um die Häuser und in nette (eher versteckte) Lokale gezogen.

Am Montag kamen Claudia (man erinnere sich an die Bromotour und das Shoppingerlebnis Bangkok) und ihren Freund Rainer in Hanoi an. Gemeinsam eroberten wir gemütliche Cafés und sind nachmittags ins Wasserpuppentheater gegangen. Man stelle sich die Dresdner Puppenkiste als Aquarium vor, zur Hälfte mit Wasser gefüllt. Und anstatt Jim Knopf und Lukas sprangen dort eher Drachen, halbnackte Fischer und Wasserbüffel auf dem Wasser herum. Teilweise wurde sogar mit Feuerwerk gearbeitet. Die Story war natürlich gewohnt kitschig, das schmälerte aber keinesfalls die Leistung der Puppenspieler. Zum Abschluss sind wir noch mal mit Madelena essen und trinken gewesen.

Sumatra (6.-8.07.2007)

Die Reisetruppe SinKL vertreten durch Matthias, Sebastian, Jan-Yves und meiner Wenigkeit brach am Freitagmorgen zum Entspannungswochenende nach Sumatra zum Toba See (Überrest eines vor 75 000 Jahren explodierten und anschließend eingestürzten Vulkans, mit einer Fläche von 1.103 km² und einer Tiefe von 450m der größte Vulkansee der Erde) auf.

Der Flug nach Medan, der Hauptstadt von Sumatra war nur ein Hüpfer von einer Stunde. Allerdings gestaltete sich die Weiterreise nach Tuk Tuk am Toba See komplizierter als gedacht. Wider Erwartens wedelte kein indonesischer Fahrer mit einem Pappschild, auf dem unsere Namen standen. Also warteten wir und warteten und warteten…vergeblich. Nach anderthalb Stunden erreichten wir wenigstens Annette, die Hotelbesitzerin: Auto ist hin. Nehmt euch ein Taxi! Nichts leichter als das! Das Taxi war schnell gefunden, der Preis verhandelt und schwupdiwup saβen wir in unserem lahmen, fahrbaren Untersatz. Es wurde eine chillige Kaffeefahrt (meine Oma fährt schneller) mit süβen Unterbrechungen wie Kokosnuss, Fettbällchen und fritierten Bananen. Nach 5 Stunden waren wir dann endlich, endlich in Parapat am Ufer des Toba Sees. Hier galt es lediglich noch die passende Fähre zu ergattern. Null Problemo. Nur die Überfahrt hatte es in sich: riesige Wellen und hübsche Asiatinnen… waehrend ich gegen die Uebelkeit ankaempfte, hatten die Jungs alle Hände voll zu tun: Fotoshooting en masse – umzingelt von lauter lächelnden Mädels! Mit dem Austauschen der Handynummern waren sie jedoch überfordert….während ich mit dem Gepäck schon zum Hotel watschelte, drehten die drei noch mal ne Extrarunde mit dem Boot und mussten schlieβlich per Landweg das Hotel suchen. Die Jungs schafften es pünktlich zum Abendessen.

Frisch gestärkt und frohen Mutes liehen wir uns Motorräder aus und düsten Richtung Beach, wo wir uns den Sonnenuntergang ansehen wollten. Wir schafften es jedoch nicht rechtzeitig. Stattdessen hockten wir uns zu Gitarre spielenden, singenden Indonesiern und probierten den einheimischen Wein (sehr sauer, macht lustig). Super eingestimmt auf die einheimische Musik fuhren wir auf nen Berg, wo bereits eine Bühne aufgebaut war und bunte Plastikstühle verteilt rum standen. Wenig später war das Festival voll im Gange…na ja, zumindest die Bands (wirklich gut). Die Indonesier saβen ruhig auf ihren Stühlen. Also haben wir denen mal gezeigt, wie der Laden rockt! Plötzlich waren sämtliche Kameras und Augen auf uns gerichtet und dann ging die Post ab! Wir tanzten und hatten ne Menge Spaβ bis ne Fehlbesetzung auf die Bühne kam und kreischte, was das Zeug hielt. Time to say goodbye! Jedenfalls für Jan-Yves und mich. Matthias und Sebastian waren noch mit den Mädels beschäftigt. Also machten wir uns alleine auf den Weg… Zumindest versuchten wir es! Denn wir bekamen erst das Moped nicht zum laufen und mussten (als es schlieβlich doch durch Mithilfe Einheimischer klappte) feststellen, dass wir keinen Sprit mehr hatten! Na super! Keine geöffnete Tankstelle weit und breit und 20 Kilometer zu fahren! Let’s try! Wir krochen von dannen…und wurden irgendwann von einem indonesischen Päarchen begleitet, das moralische Aufbauhilfe leistete und jemanden kannte, der Sprit hatte. Zu dem sind wir gefahren. Er hatte auch Benzin. Nur leider konnten wir den Tank nicht öffnen! Also krochen wir spritsparend weiter…und erreichten Stunden später doch noch die Unterkunft. Später stellte sich übrigens heraus, dass wir uns das falsche Moped gegriffen hatten. Unseres hätte vollgetankt daneben gestanden…

Aus dem Schlaf-Nachholen in Form von Ausschlafen ist nicht viel geworden – wir wollten ja was von der Insel sehen. Also gings wieder rauf auf die Mopeds! Weit sind wir allerdings nicht gekommen. J.C. hat in der nächst besten Kurve den Asphalt getestet. Urteil mangelhaft! Denn: ziemlich tricky und überhaupt nicht hautfreundlich! Nachdem die Wunden notdürftig gereinigt waren, verabschiedete er sich und fuhr zum “Hospital”.

Weniger schnell fuhren Matthias, Sebastian und ich weiter zu einem Dorf, wo wir uns die traditionellen Tänze der Batak anschauen wollten. Die Bataks waren noch im 18. Jahrhundert trotz einer hoch entwickelten Kultur Kannibalen. Das heute so friedliebende Bergvolk lebte damals quasi mit jedem benachbarten Dorf im Kriegszustand. Feinde oder Gesetzesbrecher wurden zunächst vom Ältestenrat des jeweiligen Dorfes in ein Gefängnis gesteckt und einige Tage später auf rituelle Art und Weise geköpft. Das Fleisch des frischen Leichnams wurde anschließend vom Rat der Ältesten verzehrt. Dieser für uns unappetitliche Brauch entwickelte sich später zu der äußerst leckeren lokalen Küche der Batak, die man heute furchtlos genießen kann.

Nachdem wir mit den Bataks getanzt hatten, ging es weiter zum Strand. Umzingelt von Paparazzis, die ihre Kameras pausenlos auf uns richteten, lieβ es sich hier nicht wirklich entspannen. Also fuhren wir weiter zu den Hot Springs (wirklich sau heiβ).

Abends wollten wir die Dorfdisko rocken…nur haben wir diese nicht gleich gefunden. Schuld waren wohl die nicht ganz so präzisen Wegbeschreibungen (entweder wurden wir nur wie Auβerirdische mit offenem Mund sabbernd angeschaut oder uns wurde in Gebärdensprache und viel Spucke – ich sag nur “ssssssssccccccchhhhhhhhhhhh” (insider) erklärt, wo es lang geht). Angekommen sind wir in einer Bar, in der nur ein Mädel mit nem Hulahuppreifen ihre Hüften tanzend kreisen lieβ. Da die Musik gut war und die Indonesierin nicht von schlechten Eltern, gel Matthias?, blieben wir hier und legten ne flotte Sohle aufs Parkett.

Der Sonntag war von Abschiedsstimmung geprägt: Essen fassen, Koffer packen und dann gings auch schon mit müden Knochen aufs Schiff. Aufgrund des seichten Wellenganges erreichten wir wenig später den Hafen, wo wir zur Abwechslung mal erwartet wurden.

Dank unseres Fahrers, der wegen seiner hohen Risikobereitschaft und aggressiven Fahrweise von der Formel Eins ausgeschlossen wurde, erreichten wir den Flughafen bereits nach kurzen vier Stunden und hatten somit noch genügend Zeit für Säfte und zum smsen. Aktion erfolgreich! Denn wenig später stand die indonesische Fangemeinde auf der Matte! Die Jungs wurden gebührend verabschiedet.

 

Perhentian – Paradies auf Erden (22.-24.06.2007)

Am Freitagabend versammelte sich die Travelgroup Tobias, Kerstin und Kristina vor dem Busbahnhof PUTRA. Fehlender Reiseteilnehmer: Eva (die hatte kurzfristig ein samstägliches Meeting aufgebrummt bekommen – Frechheit!). Reiseziel: Pulau Perhentian. Gepäck: wie immer zuviel (weil ich ein Määäääädchen bin). Stimmung: spitze!

Nach einer recht kurzweiligen Busfahrt – Radler, Frauengespräche und Ohrstöpsel (wir hatten einige Schnarcher an Bord) – waren wir früh um 5.30Uhr im Fährort Kuala Besut. Hier machten wir es uns in einem Foodcourt gemütlich, denn das Schnellboot ging erst um 7 Uhr. Galgenfrist, wie sich später herausstellte. Der Wellengang war ordentlich! Hinterher waren wir gut durchnässt, der Magen mehrfach kräftig durchgerüttelt und jeder meiner 4 Buchstaben tat weh.

Aber egal. Es war ja die Fahrt ins Paradies! Und das war es wirklich: türkisfarbenes, glasklares Wasser, Fische in jeder Farbe, weiβer Palmenstrand…

Nachdem wir im “Mama’s” eingekehrt sind, haben wir uns gleich in die Fluten gestürzt zwecks Unterwasserbeobachtung. Blubb…blubb..blubb…konstante 26°C Wassertemperatur, tausend Fische und die absolut atemberaubende Rifflandschaft machten es echt schwierig, wieder aus dem Wasser rauszuwollen.

Die Trockenzeiten zwischen unseren Planschereien und Schnorcheln haben wir uns mit hervorragendem Essen und Seele baumeln lassen vertrieben. Man sieht, quantitativ wenige, dafür qualitativ hochwertige Aktivitäten ;-)

 

Bangkok...Shoppingwahn nimm deinen Lauf (15.-17.06.2007)

Mit selbstverständlicher Verspätung bin ich gegen Mittag in Bangkok, dem Dorf im Pflaumenhain wörtlich übersetzt, gelandet. Nachdem eine im Kreis grinsende nette Dame einen prüfenden Blick in meinen Pass geworfen hatte, durfte ich weitergehen. Der Trolley war zeitgleich mit mir am Gepäckband. Einwandfrei. Jetzt mussten nur noch Cordula und Claudia auftauchen… eine Stunde später war es so weit: die Bangkokgirls konnten loslegen. Nachdem wir unser Zimmer im “New World Lodge Hotel bezogen hatten, gings auf zu den Touriattraktionen, die Bangkok zu bieten hat.

Weil wir keine groβe Lust hatten, bei der Hitze kilometerweit zu laufen, haben wir ne Bootsfahrt gebucht und uns eine Stunde gemütlich über den Fluss Bangkoks schippern lassen (war wie ne Fahrt durch den Spreewald, nur schneller und ohne saure Gurken). Endstation war der Wat Arun, ein mit bunten Glasscherben und chinesischen Porzellan geschmückter Tempel. Da Cordula zu viel Ausschnitt und Schulter zeigte, musste sie sich ein blaues Hemd überwerfen – totschick, aber bei der Hitze eher weniger spaβig. Nachdem nun folgenden Fotoshooting haben wir den 79 Meter hohen Tempel bestiegen und eine super Aussicht genossen. Ganz nach dem Motto “wer rastet, der rostet” gings wenig später schon weiter…mit der Fähre über den Fluss und weiter zum Wat Pho Temple, der den berühmten liegenden Buddha beherbergt - eine 46 Meter lange, 15 Meter hohe, goldene Statue. Leider hatten wir nur eine Minute für ein paar im Sekundentakt geschossene Fotos von dem gechillten Buddha. Dann wurde der Laden dicht gemacht.

Nach so viel Kultur haben wir uns dem Gewusel eines sehr nahe gelegenen Marktes gewidmet und richtig Thailändisch gegessen. Das Essen war unglaublich lecker, die Plastikstühle eher unbequem. Resultat: keine Magenprobleme. Auf einen Hitzemarsch bei 35 Grad hatten wir keinen Bock mehr. Daher sind wir für 60 Baht mit einem Tuk Tuk zum Hotel gedüst. Es gab zwar keinen frischen Fahrtwind sondern ausschlieβlich Autoabgase, aber was solls. Spaβ gemacht hats. Nachdem wir frisch geduscht waren und endlich wieder gut rochen, haben wir uns in die Khao San Road gewagt. Der groβe Backpacker-Traum. Batik-Shirts, Neon-Sandalen, lange verfilzte Haare mit Rastazöpfen. Viele Hippies klammern sich hier mehr oder weniger erfolgreich an diesen Traum. Aber vergebens. Die Thais haben das Geschäft gerochen und viel kommerzialisiert. Überall Verkaufsstände, die auch von Claudia mehr als ausgiebig in Beschlag genommen wurden. Stunden später (Claudia um einige Tüten samt Inhalt reicher) waren wir k.o.. Also haben wir den Abend in der Hippie Bar - total urig - abgeschlossen…mit nem Fruchtcocktail (dieses Mal alkoholfrei) und ohne Joint.

Nach dem samstäglichen Frühstück (und es war wirklich, wirklich früh) haben wir nicht lange gefackelt und die einzigen Ziele Bangkoks – Tempel und Shopping – sogleich in Angriff genommen. Eigentlich wollten wir sofort zum Grand Palace laufen, aber unterwegs trafen wir immer wieder auf irgendwelche möchtegern Guides, welche uns nicht nur ein “Where are you from?” Gespräch aufdrückten sondern uns davon abrieten vormittags zum Königspalast zu gehen. Auf den fünften haben wir schlieβlich gehört und uns ein quitschpinkes Taxi zum stehenden Buddha genommen… der war ganz nett. Doch der Vormittag war damit noch lange nicht ausgefüllt. Also gings wieder per pinken Taxi zur nächsten Shoppingmal. Da man dort eher Alte-Frauen-Sachen erwerben konnte, haben wir uns kurzer Hand für ne Thaimassage entschieden. Fehler! Das war die reinste Folter. Ich dachte, der Typ bricht mir sämtliche Knochen. Vielleicht hätte man dem mal verklickern sollen, dass eine Massage der Entspannung dienen soll…jedenfalls haben wir gelitten (Cordl und Claudi schien es ebenso zu gehen… ihre Gesichter sprachen Bände und just in dem Moment, als Claudia meinte, es wäre etwas unangenehm, drosch der Typ noch mal ordentlich auf sie ein). Weniger erholt als vorher sind wir schlieβlich doch noch zum Königspalast gefahren. Einfach Wahnsinn! Der absolute Hammer! Kann ich nicht anders mit Worten beschreiben…ihr müsst euch die Fotos anschauen.

Anschlieβend haben Cordl und Claudi ne Mütze Schlaf genommen, während ich dem Kaufrausch verfallen bin. Für nen Appel und nen Ei hab ich soooooo einiges bekommen! Fetzt noch mehr als K.L.s Chinatown!

Samstagabend sind wir mit dem Boot und anschliessend mit der Skytrain ins etwas edlere Viertel Bangkoks geschippert, wo Claudia wieder dem Shoppingwahn verfallen ist…sie war einfach nicht tot zukriegen, was man von Cordl und mir nicht behaupten konnte… wir haben es uns derweile bei MCens gemütlich gemacht. Hinterher sind wir alle in ner Sportsbar gelandet… eigentlich wollten wir in die Skybar, aber auch hier gabs viel zu sehen, wenn es auch nicht die Aussicht über die Stadt war ;0) ich sag nur mega, megakurze Röcke und alte Herren….

Den Sonntag haben wir sehr ruhig über die Bühne gebracht. Während die shoppingwütige Claudia noch einmal alles gegeben hat, haben Cordl und ich ausgeschlafen. Nach dem leckerschmecker Frühstück gings in den nächsten Massagesalon, wo wir ein 9er Package Gesichtsbehandlung für schlappe 5 EUR gebucht haben….45 Minuten Gesichtsmassage, Peeling, Reinigung, Maske, viele Gurken etc… ein Traum! Hinterher hat sich mein Gesicht wie ein Babypopo (oder doch lieber Pfirsisch?) angefühlt. Nachdem wir fürs äuβere Wohl gesorgt hatten, war nun das innere an der Reihe... und dann gings auch schon ab zum Flughafen.

 

Singapur rockt ...die zweite (1.–03.06.2007)

Am Wochenende habe ich mich mal wieder aus der Stadt geschlichen, um Dani, Christina & Patrick, die alten Weltenbummler, in Singapur zu besuchen! Der letzte Aeroline Coach fuhr am Freitag um 18Uhr und ich saß wie geplant auch auf meinen 4 Buchstaben drin. Nach ca. 7 stündiger Fahrt im rollenden Tiefkühlschrank statt geplanter 5 Std – aufgrund Unstimmigkeiten an der malayischen Immigration (glücklicherweise nicht meinetwegen) und Mordsverkehr – hab ich mich ins Little India fahren lassen, um gemeinsam mit Dani, Jeanette, Tina, Christina und Patrick mit der Abendplanung zu beginnen....daraus wurde eine Home-Skype-Pose-Quatschparty, die bis 5 Uhr morgens andauerte.

Am Samstag gings nach einem super leckeren Frühstück bzw. Brunch eher unausgeschlafen und mit Restalkohol im Blut (die Mädels hatten schon vor meiner Ankunft mit Patrick ordentlich vorgeglüht... für mich kaum noch aufholbar) nach Sentosa Island. Sentosa ist eine kleine Insel im Süden von Singapur, die komplett als Erlebnispark umgebaut wurde. Mit einer Seilbahn oder dem Taxi geht es vom Mount Faber, der mit 116m den Namen Berg eigentlich nicht so richtig verdient, hinüber in die kleine Welt aus Parks, Restaurants, einem Aquarium, einer Schmetterlingsfarm, diversen Ausstellungen und Shows und einer großen Merlin-Statue, dem Wahrzeichen Singapurs.

Auf sämtliche Attraktionen verzichteten wir. Stattdessen suchten wir uns ein gemütliches Palmenplätzchen am Strand und lieβen uns chillig die Sonne auf den Bauch scheinen. Anschlieβend musste meine Kreditkarte im Discount-Shopping-Paradies Singapur ganz schön leiden. Mit vollen Einkaufstüten, einem geplünderten Konto und einem glücklichen Grinsen im Gesicht gings zu Dani und Tina. Die wohnen übrigens in nem echt genialen Condo, im 29. Stock in einer gemütlichen Wohnung mit ner tollen Aussicht (an dieser Stelle noch mal ein riesiges Dankeschön. Ihr seid superduper Gastgeber gewesen!).

Nach einer kurzen Verschnaufpause war dann zappeln, trinken, die Disco rocken und noch mehr zappeln angesagt. Es ging zu Clarke Quay (der Partymeile Singapurs), wo wir mit Tinas Freunden verabredet waren und von dort aus weiter ins Movida. Gegen 5 Uhr waren die Tanzschuhe dann durchgetanzt und wir hatten uns ne Stärkung verdient. Also lieβen wir uns noch ein paar chinesische Köstlichkeiten im Food Court schmecken, bevor wir uns den wohlverdienten Schönheitsschlaf holten!

Leider hieβ es nach der morgendlichen Stärkung schon wieder Abschied nehmen – Busfahren war angesagt und das ausgiebig (wir standen mal wieder ewig lange im Stau)! Gegen 21.30 Uhr waren Jeanette und ich dann endlich wieder im verregneten, teilweise gefluteten KL, was die Taxisuche erheblich erschwerte....

 

Robinsongrüβe aus Langkawi (18.-20.05.2007)

Hier nun der versprochene Überblick vom Wochenende! Unsere Reisetruppe bestehend aus Dorothee, Eda, Jola und meiner Wenigkeit ist am Freitag gegen 19 Uhr zum „Low Cost Center“ (LCC) des Airports aufgebrochen, um mit Air Asia Richtung Langkawi zu düsen. Von dieser Airline sollten sich alle mal was abschneiden: Spitzenpreis (210 RM = 45 Hin- u. Rückflug), Zuverlässigkeit (na ja, zumindest haben wir am Donnerstagabend ne sms erhalten, dass der Flug sich um 2 Std. verspätet...) und Ausdauer (trotz krasser Turbulenzen, „shake it baby“ haben wir den Flughafen heile erreicht, der Typ auf dem Kloh war nicht ganz so glücklich wie wir!).
Nach unserer Ankunft im „Malibest Resort“ – nicht vom Namen blenden lassen, das Baumhaus war zwar cool, aber the best????, ich sag nur Ameisenstraβe quer durchs Bett - sind wir noch etwas essen gegangen und haben den Abend mit abschließendem Abhängen am Strand verbracht...

Den Samstagmorgen haben wir mit nem europäischen Powerfrühstück begonnen: Knuspermüsli á la Dr Oetger, Joghurt, Früchtchen und Cappuccino. LECKER! Frisch gestärkt hat sich Kamikatze-Doro einen Roller ausgeliehen. Da wir anderen bereits schlechte Erfahrungen mit den Zweirädern gemacht hatten, wollte sie jetzt Überzeugungsarbeit leisten. Alles total easy. Nur Gas geben und Bremsen. Geht alles quasi von alleine! Müsst ihr unbedingt probieren. Ok. Also hintendrauf geschwungen und den nächsten Parkplatz angesteuert. Ich weiβ nicht mehr warum, aber vor der Einfahrt bin ich abgestiegen – muss wohl sechster Sinn oder Vorahnung gewesen sein.... Dorothee hat jedenfalls die Kurve nicht ganz so elegant genommen wie geplant....ne Modderpfütze stellte sich ihr in den Weg....und sie fiel...mitten hinein, was für das Outfit zwar nicht vorteilhaft war, aber sicherlich ernstere Verletzungen verhindert hat. So blieb es bei zahlreichen Schürfwunden und nem kaputten Roller (diesen konnten wir leider – Mithilfe durch Einheimische blieb uns verwehrt – nicht aus den Schlammmassen retten). Da wir nicht den ganzen Tag am Strand brutzeln wollten und Dorothee sich nicht entmutigen lieβ, haben wir uns einen anderen Roller geholt und sind zu zweit (ich hintendrauf) von dannen gedüst. Der Roller hat treue Dienste geleistet und uns über die ganze Insel gefahren....vorbei an traumhaften Stränden und kleinen Wasserfällen. Am „Tanjung Rhu“ Strand sind wir eine Weile hängen geblieben und haben unsere Seelen baumeln lassen. Das Wasser (Strasse von Melakka) war übrigens so warm wie meine morgendliche Dusche – das ist zum Einstieg schon sehr nett!

Nachdem am Strand genossenen Sonnenuntergang sind wir (weniger lecker) in einem Seafood Restaurant um die Ecke eingekehrt und haben den Abend in einer Strandbar beendet. Den sonntäglichen Strandtag mussten wir leider abblasen. Ich sag nur Sonnenbrand hoch 10! Keine Angst, ich wurde dieses Mal verschont. Dafür machten sich Jola und Eda bezüglich der Rötungen ordentlich Konkurrenz. Und was machen Frauen, wenn sie Sonne, Strand und Meer nicht nutzen können? Rischtisch! Shoppen... und das erfolgreich! Das Strandwochenende haben wir dann in einem – dieses Mal leckerschmecker- Seafoodrestaurant ausklingen lassen.

 

Bromotour auf Indonesien (28.-31.04.2007)

Unsere Tour von Sarubaya zum Mt Bromo war wiedermal ein Erlebnis der besonderen Art.
Nach acht Stunden mit dem Minibus über Schlagloch-Pisten vorbei an Reisfeldern, indonesischen Dörfern haben Barbara, Claudia, unser deutschsprachiger Reiseführer und ich endlich unser Hotel (sehr spartanisch und ziemlich geschmacklos eingerichtet) auf 2300m Höhe erreicht. Da es arschkalt war, haben wir uns in Mützen, Schals und dicken Pullis eingemummelt und sind in die nächste urische Kneipe gezogen, in der es echt leckeren Pancakes gab. In aller Herrgottsfrühe klingelte der Wecker. Also pulten wir uns gegen 3:30 Uhr aus den Betten und ließen uns von einem Allradjeep zur Aussichtsplattform auf dem Mount Penanjakan (2770 Meter hoch)  fahren. Leider waren wir dort oben nicht die einzigen. Ca 100 Menschen kämpften um die beste Aussicht und da es noch immer sau kalt war, brummte das Geschäft mit Pudelmützen und warmen Decken. Dicht gedrängt wurde das Warten auf den Tagesanbruch zur Zitterpartie. Aber wir hielten der Kälte stand und genossen den tollsten aller Sonnenaufgänge. So richtig satt sehen konnten wir uns nicht an diesem Panorama: Man glaubt auf einem anderen Planeten zu stehen. Da wir aber ein volles Tagesprogramm hatten, ging es eine halbe Stunde später zurück zum Jeep.
Mit lautem Krachen legte der Fahrer den Gang ein und dann sausten wir auch schon die Straße wieder hinunter, die sich in engen Serpentinen halsbrecherisch 500 Höhenmeter nach unten windet. Unten angekommen lauerten uns die ersten Ponytreiber auf. Wie die Kosaken ritten sie wild neben uns her.  Da Barbara noch nie geritten war, entscheiden wir uns gegen einen Fuβmarsch und für die Ponys! Nach 15 Minuten, einem holprigen Ritt und 200 hoch gelaufenen Stufen standen wir am Kraterrand des Bromos (aktiver Vulkan, aus dem ständig ein übelriechender Rauch aufsteigt). Eine Rundwanderung um den Krater haben wir allerdings abgebrochen. Es schien uns zu gefährlich. Nach dem Abstieg und der Miniwanderung zum Jeep, ließen wir uns zurück zum Hotel fahren.

Nach dem im Hotel eingenommen Frühstück ging unsere Fahrt weiter nach Malang. Zwischendurch haben wir an diversen Tempeln Halt gemacht. Höhepunkt war allerdings eine Verkostung exotischer Früchte. Ein Traum!

In Malang sind wir noch über den Vogelmarkt geschlendert. Neben eingepferchten bunten Vögeln,  konnten wir noch zahlreiche Fische, Schlangen und Skorpione bewundern. Echt krass, wie schmerzfrei die Indonesier sind. Der eine lief die Straße auf und ab, während eine Schlange sich in seinem Arm festbiss. Dann holte er eine Kobra aus dem Glas, setzte sie auf den Boden… mir reichte das. Doch Claudia und Barbara schienen total fasziniert. Eine Schlange nach der anderen wurde den beiden umgehängt. Bähhhhhh!!!

Irgendwann konnte ich die zwei dann endlich zum weitergehen bewegen.

Somit hatten wir den Sonntag zu 110% genutzt - viel mehr ging auch nicht. Wir waren noch typisch indonesisch essen und haben uns mit der Rikscha ins Hotel chauffieren lassen :-) Nachdem wir es uns in unserem Betten so richtig bequem gemacht hatten, genoss ich meine erste asiatische Massage. Anderthalb Stunden wurde mein Körper für sage und schreibe 7 EUR durchgeknetet. Echt der Hit.  Bis auf die Fußmassage war es total entspannend.

Nachdem wir am Sonntag über den Blumenmarkt Malangs spaziert sind und noch einen Tempel bewundert hatten, war unser letztes Ziel der Zoo von Surabaya.
Hier bekommt man einen Überblick über die indonesische Tierwelt. So konnten wir in einem großen Freigehege Komodowarane sehen. Den bis zu vier Meter langen Großechsen schien es ausgesprochen gut zu gehen. Viele andere Tiere lebten aber eher unter jämmerlichen Bedingungen. Besonders der alte Orang-Utang am Eingang konnte einem schon Leid tun in seinem eisernen Käfig. Auch einige Großkatzen waren eher in kleinen Gehegen untergebracht.

 

Alles in allem hat mir Java erstaunlich gut gefallen! Die Menschen sind wirklich sehr freundlich, auch wenn sie darauf bedacht sind, immer ein wenig nebenher zu verdienen. Ich kann jedem empfehlen einen Kurztrip zu wagen. Es lohnt sich!

Ausflug mit Kathi, Vroni auf die Insel Tioman

Am Freitagmorgen hatte ich ne email von Vroni im Postfach: Kathi und ich haben spontan einen Flug nach KL gebucht. Am Sonntagabend sind wir da! Jubel! Endlich mal wieder was los! Am Montagmorgen gegen 1 Uhr standen die beiden dann vor meiner Tür. Da wir gegen halb 4 Uhr schon wieder aufbrechen wollten und wir uns aufgrund der langen Trennung (2 Wochen) viel zu erzählen hatten, verquatschten wir die Zeit. Schlafen kann man ja schließlich im Auto. Das taten wir dann auch. Wir schliefen und schliefen bis der Wagen wieder stand. „Pullerpause“ dachte ich. Aber nein, nicht Ullis Blase sondern das hintere rechte Rad sorgte für einen Zwischenstopp mitten in der Pampa (im nirgendwo quasi, dort wo nur Palmen stehen und sonst weit und breit nichts ist!). Eindeutig ein Platten! Schon damit rechnend nichts vorzufinden, machten wir uns auf die Suche nach dem Reserverad. Also wurde das Gepäck erstmal ein säuberlich am Straßenrand gestapelt und das Auto (übrigens ein alter Proton) auseinander genommen. Wir hatten Glück: Reserverad und Werkzeug waren an Ort und Stelle. Also mal fix gekurbelt und Rad ausgetauscht! Vom Pech verfolgt mussten wir jedoch feststellen, dass auch dieser Reifen recht wenig Luft, also nen Platten hatte. Also fuhren wir im Schneckentempo (4 km/h ist hoch gegriffen) donk donk donk zwei Kilometer weiter in Richtung Trauminsel. Als das verhasste Geräusch immer lauter wurde und wir damit rechnen mussten, nun auch noch das Ersatzrad einzubüßen, hielten wir (immer noch in der Pampa) an.Tollkühn warfen sich Kathi und Vroni vor die herankommenden Autos. Mit Erfolg, denn erstens  wurden sie nicht über den Haufen gefahren und zweitens  hatte ein Inder schließlich Mitleid. Er schlich mit Ulli und dem Proton von dannen. Während wir Mädels das ausgeladene Gepäck bewachten. Glücklicherweise ließ uns der Inder seinen Sohn und sein Auto da. Echt beruhigend!Lange mussten wir nicht warten. 10 Minuten später konnten wir unsere Fahrt fortsetzen. Unbeschadet schafften wir es bis zur Fähre. Doch die nächste Panne ließ nicht lange auf sich warten! Keine Bange, das Boot ist nicht gekentert! Dafür sah das Hotel ziemlich verlassen aus. Nachdem wir es einmal umrundet hatten, trafen wir doch noch auf einen Menschen. Unsere Vermutung wurde bestätigt. Das Hotel war geschlossen! Also wählten wir Plan B: Fahrt mit einem Seataxi (Miniboot, das mit einem kleinen Motor ausgestattet ist) zum nächsten Anlegeplatz. Wir verfrachteten unser Gepäck ins Boot und sprangen schließlich selbst hinein.  Dann ging es los. Der Kampf gegen die Wellen und das Nasswerden hatte begonnen! Wir verloren: kurze Zeit später waren wir und unsere Rucksäcke komplett nass. In Salzwasser getränkt (Wasserratten ähnelnd) erreichten wir das nächste Ufer. Jetzt begann der schwierige Part. Da der kleine Fahruntersatz keinen Anker hatte, musste sich unser Kapitän mit aller Macht, am Steg festkrallen und auf diese Weise für eine Bootsbefestigung sorgen. Ulli, Kathi und ein Teil unseres Gepäcks schafften es sicher an Land. Dann war ich an der Reihe…. Ich griff nach Ullis Hand, während sich das Boot wieder in Richtung See bewegte. Mein Körper kam dadurch in eine gefährliche Schräglage: Kopf und Hand quasi im Trocknen, Füße im Boot und der Rest über dem Meer. Das Ziehen begann. Als ich glaubte, nun doch in der Brühe zu landen, hatte das Ziehen ein Ende. Dank Ullis starkem Griff schaffte ich es sicher ins Trockene. Nun blieb uns nur noch die Sorge, klatschnass wie wir waren, von keinem Hotel aufgenommen zu werden und schließlich doch am Strand übernachten zu müssen. Doch man hatte Mitleid mit uns. Ein 4 Bettzimmer wurde für uns hergerichtet, während wir in einem netten Restaurant mit Blick auf das Meer einen Willkommensdrink sowie unser Mittagessen genossen. Die nächsten Tage haben wir dann ruhiger angehen lassen. So beschränkten wir uns aufs Seele-baumeln-lassen, sprich wir verbrachten die drei folgenden Tage ausschließlich am/ im Meer und Pool. Die Erholung hatten wir uns verdient!

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