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MALAYSIA

Malaysia liegt im zentralen Teil Südostasiens. Malaysia besteht aus zwei Teilen, dem auf der malaiischen Halbinsel gelegenen Westteil und dem auf der Insel Borneo gelegenen Ostteil. Beide sind durch das Südchinesische Meer voneinander getrennt. Westmalaysia grenzt im Norden an Thailand. Im Süden befindet sich auf einer vorgelagerten Insel Singapur. Ostmalaysia grenzt südlich an Indonesien und im Norden wird das Sultanat Brunei von Malaysia eingeschlossen.

Mit nicht einmal 200 Kilometer Entfernung zum Äquator bleibt Malaysia rund um das Jahr gleichbleibend heiß. Den Reisenden erwarten durchschnittlich 28 Grad und 80% Luftfeuchtigkeit. Etwas Abwechslung bringt der Monsum von November bis Januar an der Ostküste der malaischen Halbinsel. An der Westküste macht sich der Monsum kaum bemerkbar.

14000 Arten von blühenden Pflanzen und über 800 Tierarten – das ist Malaysia. Ein Land mit faszinierender Vergangenheit, in der Malaien, Chinesen und Inder mit ihren jeweiligen Religionen, dem Islam, Buddhismus und Hinduismus den Weg des friedlichen Zusammenlebens gefunden haben. Etwa 61% der Einwohner sind Malaien, 31 % Chinesen, 8 % Inder und Pakistani. Über die Zahl der Ureinwohner gibt es nur geschätzte Zahlen: Rund 50.000. Die Vielschichtigkeit der Menschen, die tropischen Inseln, die dichten Urwälder, und die faszinierenden Hochlandgebiete machen Malaysia einzigartig.

Essen:
Wie es sich für ein asiatisches Volk gehört, ist Reis die Grundlage fast jeder Mahlzeit. Nicht zu trocken, nicht zu feucht, gerade richtig, um ihn mit den Stäbchen zu schaufeln oder auf traditionelle Weise mit den Fingerspitzen zu essen. Gewürze fehlen nie, dennoch ist das Essen mäßig scharf. Das bekannteste Gericht ist satay. Kleine Spieße mit mariniertem Hühner-, Rind-, Ziegen- oder Krabbenfleisch werden auf dem Holzkohlenfeuer gegrillt und in würzige Erdnusssoße getunkt.
Udang sambal
heißen scharf gewürzte Krabben, nasi lemak ist in Kokosmilch gesottener, fetter Reis.
Übrigens ist das malayische Essen echt günstig. Es lohnt sich preislich gesehen nicht, sich hinter den Herd zu stellen und selbst zu kochen.

Übrigens gibt es auch reichlich nicht-asiatisches Essen: MC Donald, Pizza Hut und co. findet man an fast jeder Ecke. Nur Kartoffeln hab ich hier noch nicht entdeckt!!!!

Toiletten:          
Sollte man eine schwache Blase haben, ist es ratsam mit festem Schuhwerk unterwegs zu sein. Denn malaysische Toiletten sind stets geflutet, was wohl daran liegt, dass manchmal kein Klopapier vorhanden ist und die meisten somit Gebrauch von einem an der Wand angebrachten Schlauch machen.
Wer wählerisch bzw. empfindlich ist, sollte sich außerdem auf eine längere Suche einstellen. So kann es vorkommen, dass die uns bekannten Toilettenbecken fehlen und man/frau stattdessen auf ein Loch im Boden zielen müssen…
Zu bemerken sei an dieser Stelle noch, dass die Frauentoiletten bei Siemens Petaling Jaya hundertmal sauberer sind als die in München (zugegeben; es wäre echt übel, wenn man das noch toppen würde)!!!!!!!!

Achtung Linksverkehr

Da das Public Transport System in K.L. nicht wirklich gut ausgebaut ist, konnte ich genügend Erfahrungen als  Beifahrerin sammeln. Man kann es auch als „Lebenserfahrungen“ bezeichnen, wenn man auf der vermeintlichen’ Fahrerseite des Autos sitzt, kein Lenkrad vor sich hat und zu allem Übel beim Abbiegen in die Spur des Gegenverkehrs einfährt. Brrrr, das ist nichts für schwache Nerven!

Rechts- und Linksverkehr betreffen natürlich auch Fußgänger. Dass heißt, man sollte beim Überqueren der Straße anstatt zuerst nach rechts zu schauen, erstmal einen Blick nach links riskieren…

Linksverkehr bei Fußgängern heißt auch, dass sich die Leute auf dem Bürgersteig oder im Kaufhaus links halten. Rolltreppen sind andersherum angeordnet. Ist am Anfang echt gewöhnungsbedürftig…

Bus fahren während der Rush hour

Nach einstündigem Warten (Geduld ist alles!): 3 verpassten Bussen, die aufgrund von Überfüllung gar nicht erst angehalten haben und vielen vorbeieilenden, besetzten Taxen, hatte ich endlich Glück. Der Bus hielt – warum auch immer! Denn mehr Leute passten auch hier nicht rein. Dachte ich zumindest… Ich wurde eines besseren belehrt… 6 Malayen quetschten sich noch rein. Ich tat es ihnen gleich und fühlte mich wie in einer Sardinendose (umzingelt von lauter schwitzenden Asiaten, die mir alle bis max. Halshöhe reichten, so dass ich wenigstens freie Sicht hatte) unwohler als je zuvor. Doch lieber Taxi fahren?

Bus fahren in K.L.

Nachdem ich festgestellt hab, dass bei mir um die Ecke eine Busstation ist, bin ich begeisterte Public Transportation Nutzerin geworden. Für zwei RM (50 Cent) kann ich den ganzen Tag zwischen den CP Towers und meiner Wohnung hin und herfahren… na ja, wenn man mal das Glück hat, einen Bus (meiner ist der T82) zu erwischen… es gibt nämlich keine genauen Fahrpläne, warum auch, die Zeiten könnte ein Busfahrer aufgrund der Stausituation sowieso nicht einhalten! So ist es keine Seltenheit, dass man sich 25 Minuten die Füße in den Bauch steht. Ist der Bus dann endlich in Sichtweise sollte man wild winkend auf sich aufmerksam machen (am besten gleich auf die Straße springen)… ansonsten fährt er nämlich einfach vorbei!

Es ist ratsam, immer einen MP3 Player dabeizuhaben. Denn die Dudelmusik sowie die quetschende Enge können ganz schnell nerven! Da lob ich mir meine Chill out Musik!

 

Bloß nicht!

Schmusen oder gar Küssen in der Öffentlichkeit ist verpönt, nackt oder oben ohne baden landesweit untersagt. Fremden auf die Schulter zu klopfen oder sie freundschaftlich am Arm zu berühren wird als rüde empfunden. Die Köpfe von Kindern tätschelt man nicht; der Kopf ist Sitz der Seele. Wohn- und Gebetshäuser betritt man generell barfuß. Apropos Füße: Sie gelten als der geringwertigste, da schmutzigste Körperteil. Beim Sitzen auf dem Boden schlägt man sie deshalb unter das Gesäß und erspart seinem Gegenüber so, weder die blanken noch beschuhten Fußsohlen ansehen zu müssen; bei weniger verwestlichten Malaysiern (z. B. auf dem Land) wäre dies ein großer Affront, ein Zeichen äußerster Geringschätzung.

Drogen nehmen: schon der Besitz kleinster Mengen kann den Gang zum Galgen zur Folge haben.

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