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Last but not least! (12.12.2007)
Dies ist dann voraussichtlich der letzte Eintrag aus Malaysia. Es heiβt Abschied nehmen! Mehrere Abschiedsessen wurden für mich organisiert: vorletzten Dienstag gings mit den Mädels aus der Perso zum Chinesen, am Freitag mit Kollegen zum Inder und am Montag hab ich mir mit meinen Kolleginnen Chai Yoon und LeeLee beim Japaner bei all-you-can-eat 3 Std lang den Bauch vollgeschlagen. Heisst Sushi, Seafood, Fisch, Gemüse und Desserts bis der Arzt kommt. Bewegen geschweige denn arbeiten konnten wir danach nicht mehr. Aber super lecker wars!!!
Heute hatte ich meinen letzten Arbeitstag. Der Schreibtisch ist aufgeräumt und die 5 bestellten Kuchen wurden vernichtet, tausende Fotos wurden geschossen und private Emailadressen ausgetauscht. Abschiednehmen ist echt heftig. War noch nie meine Stärke. Ich werde meine Kollegen, Mittagsbegleitungen und malayischen Freunde ganz schön vermissen und hoffe, mit dem ein oder anderen in Kontakt zu bleiben.
Heute abend ist Packen angesagt. Denn aus dem geplanten "Pack-Dienstag" ist aufgrund von Unlust und Rafting nicht allzu viel geworden. Morgen kommen die Baggagejungs und nehmen den Großteil meines Gepäcks zum Verschicken mit. Es ist erstaunlich, wieviel Kram sich in einem Jahr ansammelt...
Morgen werde ich mich ein letztes Mal ins Getümmel stürtzen und restliche Besorgungen tätigen (erwähnte ich, dass ich eigentlich schon genug Gepäck habe??). Auβerdem steht Frisör auf meiner to-do-Liste (yippiii Kopfmassage). Am Freitag gehts dann um kurz vor Tagesablauf nach Deutschland. Den nächsten Bericht wird es daher voraussichtlich aus München geben, wo wir ein einwöchiges Returnee Seminar haben.
Wildwasserrafting again (11.12.2007)
Nach der Wildwassertour im Sommer auf Sabah war klar, dass dieser spannend-nasse Spaß eine Fortsetzung finden würde. Nicht klar war vorher jedoch, dass das Rafting in zahlreichen blauen Flecken enden würde. Aber der Reihe nach: am Dienstag morgen fuhr ich mit Max, Stefan, Nicola, Tim und Ferouk zum Raften nach Sungai, einem Miniörtchen in der Nähe von Kuala Lumpur.
Im Basislager angekommen erhielten wir Helme und Schwimmwesten sowie die obligatorische, aber rechtlich letztlich unverbindliche Haftungsfreistellungserklärung. Nachdem wir diese unterzeichnet hatten, wurden wir mit zahlreichen Chinesen in Jeeps verfrachtet und 45 min durch Schlammmassen (es hatte seit Tagen geregnet, was nicht nur zum drastischen Pegelanstieg des Flusses geführt hatte) gekarrt. Uns wurde klar, dass die Helme und Westen nicht ohne Grund vorher ausgeteilt wurden...der ein oder andere holte sich beireits auf dem Trip durch den Dschungel die ersten Beulen und blauen Flecken. Am Ausgangspunkt angekommen, wurden erst einmal die Boote aufgepustet. Dann folgte ein Sicherheitsbriefing, die Einführung zur Steuerung des Rafts und der Kommandos sowie die Bootseinteilung von einem völlig bekifften Typen, der Mühe hatte, seine Augen nicht gen Oschatz zu richten und in ein Dauergrinsen zu verfallen. Nachdem er dann zum dritten Mal festgestellt hatte, dass auch jeder mit Paddel, einem Helm und Schwimmweste ausgestattet war, konnte es endlich losgehen...1..2..3..Paddel gegeneinander geklatscht, laut oooohhhh gerufen und Paddel aufs Wasser aufgeknallt. Dann gesellte sich der bekiffte Typ als Guide zu unserer Bootscrew bestehend aus Stefan, Tim, ner Malayin und meinerwenigkeit. Na, das konnte heiter werden! Die ersten Rapids nahmen wir noch ganz gekonnt, obwohl der Strom eher schmal und die Felsbrocken riesig waren. Dann wurde es immer wilder. An einer krassen, felsigen Stelle hats mich dann schlieβlich aus dem Schlauchboot katapultiert. Die Strömung riss mich mit... direkt unters Boot, dass ansonsten noch voll besetzt war. Keine Chance aufzutauchen. Zum Glück war das Raft bald schneller als ich, so dass ich prustend an die Wasseroberfläche kam. Doch bevor ich das mir hingehaltene Paddel ergreifen konnte, wurde ich wieder nach unten gezogen und gegen einen Felsbrocken geknallt. Aua. Zum Glück wurde der Fluss wenig später ruhiger, so dass ich mit ein paar blauen Flecken und jeder Menge geschluckten Wasser wieder ins Boot gehieft werden konnte. Der Spass ging weiter...stromabwärts mit vielen Stromschnellen. Stunden später kamen wir alle mehr oder weniger heile am Endpunkt an. Resultat: unseren Steuermann Stefan konnten wir gerade noch retten, bevor er das Boot fast zum kippen brachte, auf Nicolas Stirn wuchs dank ihrer zärtlichen Kameraden ein gewaltiges Horn und die Mehrzahl aller war kurz vorm verhungern oder erfrieren. Gegen letzteres wurde Abhilfe geschaffen: erst ne kalte Dusche, warme Sachen und später Buffet-plündern war angesagt bevor es mit dem Bus wieder zurück nach KL ging.
Pangkor Island, die zweite (9.-11.12.2007)
So schnell war es da: das letzte Wochenende in Malaysia! Schnief! Ich will doch noch gar nicht weg!
Und wie nutzt man so ein letztes WE am besten? Rischtisch: bei Sonne, Strand und Meer. Inselwochenende war angesagt! Es ging mit Max, Dorothee und Gerrit nach Pangkor Island, um dort noch einmal das Inselparadies zu erleben und in nem geilen Resort abzuchillen. Dieses Mal fuhren wir mit dem Bus (Plusliner, von der Putra Station) direkt nach Lumut, wo Max und ich 4 Std später ankamen und noch gemütlich mit Gerrit plauderten, bevor wir unser Hotel (alt, ungemütlich und es stank bestialisch nach Hundefutter, aber wenigstens gabs keine Ratten, Kakerlaken oder ähnliches Getier) aufsuchten. Nach einer schlaflosen Nacht (waren die schreienden Kinder von nebenan, Max, der immer wieder gegen die Wand hämmerte, um für Stille zu sorgen oder die durchgelegenen Matrazen schuld?) und einem mickrigen Frühstück nahmen wir um 8 Uhr die Fähre nach Pulau Pangkor. Dort angekommen konnten wir eigentlich nur noch staunen. Das Pangkor Island Beach Resort versprach puren Luxus: riesige Golfanlage, Tennisplätze, Privatstrand, mehrere Swimmingpools inklusive Poolbar und vieles mehr. Hier lieβ es sich leben. Nachdem die Zimmerfrage geklärt war (wir entschieden uns, Dorothee zu verschweigen, 100 EUR zu sparen und dafür das Zimmer in ein Betten-, Sonnenliegenlager zu verwandeln) ging es 5 Minuten später schon zum Schnorcheln nach Pangkor Laut, wo es herrliche Korallenriffe gibt. Der Wahnsinn! Es war einfach unglaublich! Man ist auf einmal von hunderten exotischen Fischen umgeben. Diese gibt es in allen Farben (auch Regenbogen) und Gröβen. In den Algen war auch der kleine Nemo zu finden (Clown-Fisch) sowie Dynamo-Fische (schwarz gelb gestreift). Nach dem Schnorchelausflug gings direkt an den Strand, um unserem Hauptziel “Sonne auftanken” und “braun werden” entsprechend nachzukommen. Och war das chillig: Wellenrauschen, keine Touris weit und breit und das Buch in greifbarer Nähe. Viel gemacht haben wir entsprechend wenig. Gegen 4 Uhr nachmittags traf dann auch endlich Dorothee ein. Gemeinsam genossen wir die letzten Sonnenstrahlen und kühlten uns im glasklaren, türkisfarbenen Wasser ab. Den Abend haben wir uns mit hervorragendem Essen (Sternfruchtsaft, Kokosnuss und natürlich frisch gegrillten Fisch. Yammi!), guter Musik und Seele-baumeln-lassen am Strand vertrieben.
Am Sonntag hieβ es erst einmal: AUSSCHLAFEN und zwar lange! Allerdings nicht zu lange, da wir uns das tolle Frühstücksbuffet nicht entgehen lassen wollten. Oberyammi. Das Angebot war mehr als reichhaltig. Nur leider konnten nur 3 von uns 4 das Essen genieβen. Doro war ja offiziell gar nicht da. Also gab sie ihre Bestellung auf und verzichtete freiwillig. Max, Gerrit und ich genossen....mhhhh.....auf dem Sonnendeck mit Blick aufs rauschende Meer (nicht ohne heimlich ein leckeres Paketchen zusammenzustellen, was später herausgeschmuggelt werden sollte. Oh Mann, so langsam kam ich mir echt kriminell und leicht bescheuert vor). Leider verkrümelte sich die Sonne wenig später und es regnete sich so richtig schön ein. Daher beschlossen wir die Insel etwas eher zu verlassen und in Lumut ne nette Bar aufzusuchen. Leider war diese geschlossen. Doch ein nettes „Restaurant“ war schnell gefunden. Danach gings gut erholt und leicht gebräunt zurück nach KL.
Lange nichts von mir gehört? (05.12.2007)
Tja, das hat seine Gründe. Bin mittlerweile eine viel beschäftigte Frau. Musste den Monatsabschluss über die Bühne bringen, Klamotten packen und meinen Umzug nach Deutschland/Italien organisieren. Nebenher passieren aber auch interessante Dinge in der malaysischen Hauptstadt. Es gab vorletzte Woche zum Beispiel mal wieder eine Demo (dieses Mal von Indern organisiert). Somit hatte die malaysische Bereitschaftspolizei endlich einmal die Gelegenheit ihr Tränengas und Wasserkanonen auszuprobieren. Mit großem Erfolg! Echt traurig, aber so richtig haben es die Malayen noch nicht mit der Demokratie.
Was ist sonst so passiert? Marina hat mich auf eine indische Hochzeit mitgenommen. Voll krass. Ich kam mir vor wie in Bollywood. Alles bunt, glitzernd, orientalische Musik und Tänze. Das volle Programm. War ein absolutes Highlight meines Malaysiaaufenthaltes.
Ausserdem haben Max und ich in der Kletterhalle abgehangen sowie mal wieder mit dem Kickboxen angefangen. Oh Mann. Jetzt weiβ ich wieder, was ein Muskelkater ist.
Ansonsten merkt man jetzt langsam auch in Malaysia (trotz 31 Grad und T-Shirt) das Weihnachten wird. Die ersten bunt geschmückten Weihnachtsbäume stehen (völlig kitschig und natürlich unecht). Auβerdem werden fleiβig Weihnachtslieder in Bussen, Einkaufszentrenen und Restaurants abgespielt. Krass, oder? 30 Grad und Weihnachtskitsch...da muss ich mich erst noch dran gewöhnen.
Während ich noch die letzte Woche in Malaysia genieβe, wünsch ich euch zu Hause ne tolle Adventszeit. Genieβt den Glühwein, selbstgebackene Plätzchen und den Striezlmarkt. Bis ganz, ganz bald.
Ganz viel Kaffee, quatschen und chillen war angesagt (6.-7.09.2007)
Das Wochenende war mal wieder toll....na ja bis auf die Freitagspannen: Armbanduhr zerschmettert, Glühbirne beim Wechseln runtergeschmissen (natürlich die Neue) und zur Krönung im Putzwahn mein Notebook im Fuβbodenreiniger ertränkt! Oh Mann, kann man so dapsch sein? Jaaaa, Kristina kann – leider!
Zum Glück stand wenig später Claudia vor der Tür und konnte weitere Katastrophen verhindern. Nachdem wir das Notebook versteckt hatten (frau will ja nicht andauernd daran erinnert werden, wie doof sie ist), sind Claudia und ich spazieren und etwas trinken gegangen. Um 2 Uhr morgens hat sich auch Babara dazu gesellt. Die halbe Nacht haben wir verquatscht, bis wir schlieβlich gegen 4.30 Uhr den Weg ins Bett gefunden haben.
Nach einem ausgedehnten Frühstück in “the dome” sind wir zu den Petrona Towers gefahren. Leider war es schon 1 Uhr nachmittags. Da man die Tickets nur bis 8 Uhr morgens bekommt, haben wir nicht wirklich damit gerechnet, auf die Bridge gelassen zu werden. Doch Barbara setzte ihren Dackelblick auf und lieβ ihren Charme spielen. In Nullkommanichts hatte sie den Typen um den Finger gewickelt und kurze Zeit später fuhren wir in die 43. Etage. Die Aussicht über KL war gigantisch! Leider hatten wir nur 10 Minuten, um diese zu genieβen und ein paar Fotos zu knipsen. Dann gings wieder nach unten und in die nächste Shopping mal. Nachdem wir Konto und Geschäfte geplündert hatten, war Fotoshooting angesagt. Doch vorher musste aus dem hässlichen Endlein noch ein Schwan gezaubert werden. Dank Glätteisen und viel Schminke kein unmögliches Unterfangen. Nach dem Posen, Verrenken und Dauergrinsen hatte ich ein paar gute Bewerbungsfotos in der Tasche und Megalust auf Hinsetzen und Kaffee trinken. Gedacht, getan und damit begann der gemütliche Teil: stundenlanges Abchillen, quatschen in Cafès und in der Luna Bar.
Aus dem sonntäglichen FRIM (Urwald inmitten KLs) ist leider nichts geworden.
Ich wusste nicht mehr, wo das ist und der Taxifahrer auch nicht. Abgesetzt hat er uns nicht vor dem Urwald sondern vor einem Park mit Riesenrad und See. Voll schön. Also sind wir in the “eye of Malaysia” rumgelaufen...immer am See entlang, haben endlich mal wieder saubere Luft eingeatmet und Wiese gerochen. Abends gings noch mal auf den nightmarket von Bangsar, wo wir uns die Bäuche vollgeschlagen haben. Das Wochenende haben wir dann in einem deutschen Restaurant, dem “Frankfurt house” ausklingen lassen, wo es echten Apfelstrudel, Schokopudding und natürlich Schnitzel gibt.
Wochenend und Sonnenschein oder Dresdner im Anmarsch (24.-26.08.2007)
Da ich euch die letzten Wochen immer mit Partyberichten beglückt habe, will ich mich auch dieses Mal nicht lumpen lassen. Irgendwie scheinen hier alle ganz heiβ auf Mottopartys zu sein: Whiteparty, Bollywoodparty, Tapazparty, Beachparty etc. etc. etc. Diesen Freitag ging es daher auf die MisFit Bachelorparty – heiβt, jeder sollte sich ins kleine Schwarze quetschen. Aufgemotzt und mit Alkohol bewaffnet ging es erst in Thomas Wohnung zum einstimmen und anschlieβend in die Pampa. Da war nichts, rein gar nichts - auβer Highway! However, kurz nach 11 Uhr erschienen wir im nirgendwo und rechneten mit einer überfüllten Wohnung. Stattdessen blickten wir in 20 paar indische Augen. Das wars! Die europäische Verstärkung kam wenig später in Form von Doro, Debora, Evelyn, Eda, Jola, Dennis, Ewa und Alex. Obwohl sich die Wohnung schlieβlich doch noch füllte und fast jeder Inder einen in der Krone hatte, kam keine richtige Stimmung auf. Daher machten Doro und ich mich gegen 2 Uhr vom Acker, was gar nicht so einfach war…Highway so weit das Auge reichte. Nach 10 Minuten hatte ich es zumindest geschafft, im Ganzen auf der anderen Straβenseite zu landen. Dann wurde braf der Daumen nach oben gehalten. Oh Mann, was da für gruselige Gestalten anhielten. Ich beschreib sie euch lieber nicht. (will nicht riskieren, dass meine Mutsch mich sofort wieder nach Deutschland zurückholt). Der 10. Fahrer sah einigermaβen vertrauenswürdig aus und schien ne gute Wahl gewesen zu sein, denn halb 4 Uhr befand ich mich sicher im Reich der Träume. Allerdings nicht allzu lange, denn 6 Stunden später klingelte erbarmungslos der Wecker! Ein Malerteam sollte endlich meine vor sich hinschimmelnde Küche wieder auf Vordermann bringen. Doch von denen fehlte jede Spur. Um meinen Schönheitsschlaf beraubt und daher nicht gerade allzu gut gelaunt, bewahrte ich nicht die malayische Ruhe! Ich griff zum Hörer. Mein Dallidalli-ich-hab-wichtigere-Dinge-zu-tun-als-auf-euch-zu-warten half: EINE Stunde später standen die Herrschaften mit Pinsel bewaffnet auf der Matte! Sie leisteten saubere Arbeit. Daher erstrahlte nachmittags die Küche im schönsten Weiβ und ich konnte Putzteufel spielen. Gerade als ich den Staubsauger anwerfen wollte, rief Mathi mich an, um mir mitzuteilen, dass er sicher in KL gelandet ist und bald eintrudelt! Hieβ für mich: Gas geben und machen, dass die Wohnung in nullkommanichts blitzt. Völlig fertig, um ein paar agebrochene Fingernägel ärmer hatte ich es bald geschafft. Ein Blick auf die Uhr zeigte, dass seit Mathias Anruf bereits 2,5 Stunden vergangen waren und noch immer jede Spur von ihm fehlte. Besorgt griff ich zum Handy. Meine Anrufe und sms blieben unbeantwortet! Die Zeit verging und als ich überlegte, eine Personenbeschreibung bei der malayischen Polizei aufzugeben, rief Mathias endlich an. Taxifahren sei ihm zu langweilig gewesen. Er sei gelaufen und hätte obendrein noch ne nette Chinesin kennengelernt, mit der er eine Stunde geratscht hätte. Jetzt fehle ihm noch eine genaue Wegbeschreibung, aber er sei nicht mehr allzu weit weg! MÄNNER!!!!! Leicht verschwitzt tauchte er kurz nach 6 Uhr endlich bei mir auf. Gerade rechtzeitig, um unter die Dusche zu springen, denn um 7 Uhr waren wir mit Eva, Florian, Jürgen und Tobias zum Essen im La Bodega verabredet. Nachdem die Tapas vernichtet waren und wir pervers nach Knoblauch stanken, war Musical Time. “Frogway” handelte von Eddy, dem singenden Frosch, der seinen Teich verlässt, um Rockstar am Frogway zu werden. Er wird berühmt und stellt mit Entsetzen fest, dass seine Manager Storch und Schlange planen, ihm sein Vermögen zu nehmen, ihn anschlieβend zu braten und seine Froschschenkel zu essen. Das Musical war echt witzig. Doch nach soviel Kultur brauchten wir was zwischen die Zähne. Wir stiefelten zu MC Donalds, wo wir uns Burger, Pommes und Eis genehmigten, bevor wir an der Matratze horchten. Schlafen konnte ich allerdings nicht wirklich. Ich war viel zu aufgeregt, denn um 4 Uhr sollten Dirk, Frank und Ronald malayischen Boden betreten. Gut gelaunt standen sie in den frühen Morgenstunden vor meiner Tür. An Schlaf war nun erst recht nicht mehr zu denken. Stattdessen hüpften wir in den Pool bevor wir zu den Petrona Twin Towers fuhren und lecker frühstückten. Dann war natürlich sight-seeing angesagt. Wir durchliefen die halbe Stadt, sahen fast alle Sehenswürdigkeiten, handelten in Little India und China Town, bis wir fix und foxi waren. Also fuhren wir eingequetscht in einem Taxi (ein Glück, dass es nur 35 Grad warm war, die Klimaanlage nicht gescheit funktionierte und wir zu viert auf der Rückbank zu einer Masse verschmolzen) zurück nach Bangsar, wo wir gleich den Pool in Beschlag nahmen und komische Sachen beobachteten. Mir sind ja schon einige schräge Gestalten in unserem Condo über den Weg gelaufen, aber… man stelle sich eine etwas fülligere, weniger gut aussehende Blondine vor, die sich mit ihrem Baby und in Begleitung eines Mannes (dem ich nie im Dunkeln begegnen möchte) sowie Mädel/ Junge (lange Haare, feminines Gesicht, Null Brust – wir haben bis zum Ende gerätselt) im Babypool breit machte. Während die Frau Bier ranschaffte, küssten sich Mädel/ Junge und Gruseltyp unter Wasser. Das wurde mit wilden Beiβspielchen fortgesetzt bis Mutti braf das Bier herantrug! Wer die Familienverhältnisse klären möchte und wissen will, wie es weitergeht, sollte mich im Tivoli Villas besuchen.
Den Sonntagabend haben wir in Bangsar auf dem Night Market verbracht. Sämtliche malayische, chinesische oder indische Spezialitäten probierten wir für ein Appel und ein Ei! Es war soooo lecker. Ich hoffe nur, dass die Bäuche der Jungs nicht streiken, denn wir haben viel vor: Montagabend Bananaleaf essen, Skybar und dann die Partymeile Kuala Lumpurs erobern und am Dienstag gehts ab in den Urlaub!!!!!!! JUBEL!
Gwen Stefani Konzert (21.08.2007)
Dienstag Abend war ich Teil des Ganzen. Ich tauchte ein in das Gwen Stefani Universum. Es war unglaublich. Schon am Eingang des Stadiums zeigte sich, wie beliebt Gwen bei den Asiaten ist. Ellenlange Schlangen! Massen wohin das Auge reicht. Ein Meer kleiner, überschaubarer Menschen. Und alle waren extrem gut drauf, und extrem gut gelaunt Kurz nach halb neun hatten wir es endlich ins Stadium geschafft. Leider waren unsere Sitzplätze (mhhh, ich dachte, während eines Konzertes steht man eingequetscht in der Menge und geht ab. Na ja! In Malaysia sitzt man und geht ab) ziemlich weit hinten. Was aber nicht weiter schlimm war, da wir einen hervorragenden Blick auf die Bühne hatten. Endlich ging das Licht aus und Gwen sprang auf die Bühne. Ich habe noch nie ein so lautes Kreischen gehört wie in dieser Sekunde. Es war der Hammer! Wie alle ausgetickt sind! Unglaublich! Die Asiaten gingen ab, als ob es kein Morgen gäbe.
Überrascht war ich von dem Bühnenoutfit der Sängerin, das gewohnt sexy war. Gwen hatte nämlich nach Protesten von konservativen Muslimen (die hatten die Kleidung des Popstars als "unanständig und obszön" bezeichnet) eingewilligt, bei ihrem Konzert in Malaysia landestypische Kleidung zu tragen. Also wenn das jetzt landestypisch ist…
Egal, Gwen sang live und es hörte sich genial an. Sie hatte es einfach drauf und wusste, wie sie ihr Publikum animieren kann…denn plötzlich sprang sie in die Massen, schüttelte Hände und sang! Einfach unglaublich!
Ihre Fans waren von der ersten bis zur letzten Sekunde dabei und sangen bei jedem Lied aus tiefstem Herzen mit. Ich war beeindruckt. Das Konzert war spitze, nur leider viel zu schnell vorbei.
Aah *rubbel*gleich 2 Schuhnummern kleiner *schab* (17.-19.08.2007)
Auch dieses WE waren Kuala Lumpur uuuuuund…..rischtisch: Party feiern angesagt! Wie so oft wollte ich am Freitagabend Couchpotato spielen, aber erstens war der Chipsvorrat aufgebraucht und zweitens kommt es meist anders als man denkt. Also gings (dieses Mal mit Fotoapparat bewaffnet) auf KLs Partymeile. Gelandet sind wir in der Alohabar. Die Musik war ok-lah. Doch das Publikum erinnerte mich stark an Chinatown! Ich hab ja nichts gegen Chinesen, aber… wenn man ständig von Securities zur Seite geschupst wird, weil irgendein hohes chinesisches Tier von A nach B laufen will, dann ist bei mir Feierabend! Daher haben wir nur bis 1 Uhr morgens gezappelt.
Dementsprechend viel Schönheitsschlaf bekam ich am Samstag…doch was machen mit dem angebrochenen Tag? Ich entschied mich für Massage. Auch Dorothee war begeistert von der Idee! Also lieβen wir unsere Luxuskörper durchkneten. Man war das toll! Nur leider viel zu schnell vorbei! Daher zog es uns nach einem Fruchtsaft wieder in das Massagestudio. Dieses Mal sollten sich die Damen ausschlieβlich um unsere Treter kümmern.
Da saßen wir nun und warteten auf einen Bottich mit Wasser. Doch Pustekuchen...die Füße wollte man uns hier nicht waschen. Stattdessen wurden Wattetücher mit Lotion getränkt und auf die Haut gelegt. Anschließend verschnürten die Chinesen unsere Füße mit Klarsichtfolie zu Westpaketen. Dann kam noch ein Handtuch drum herum…oh Gott, das ließ die Füße noch größer wirken…
Kurze Zeit später öffnete der Chinese Nummer 6 mit großen Augen das erste Paket. Feuchte Haut kam zum Vorschein und dann begann der widerliche Teil. Mein lieber Schwan so etwas hab ich noch nicht gesehen. Eine leicht gräuliche gelartige Masse schabte der Chinese von meinen Hacken…hätte er vielleicht doch meine Füße vorher waschen sollen? Das Geschabe ging gewissenhaft weiter. Dann griff Nummero 6 zum Schleifpapier. Iiiiiiiihhhhh! Is datt ekelig! Watt kommt denn da allet runter? Leise rieselt der Schnee…. So sahs zumindest aus! Ich war beeindruckt! Und zwar nicht zu knapp! Auch die Chinesen machten große Augen, mit Daumen und Zeigefinger wurde gezeigt, wie viel schon weggeschrubbelt wurde. Demnach waren es mindestens 4 cm (reduziert meine Körpergröße auf 1.70 Meter). Da ging aber noch mehr! Schweißperlen auf der Stirn des Chinesen und Kristina nur am giggern, weil….ich bin kitzlig. Verdammt! Doch das Resultat konnte sich sehen lassen: Füße sanft und weich.
Wie auf Wattebällchen schwebte ich daher am Abend auf Ullis und Jeanettes Beachparty...und die war nicht von schlechten Eltern: Fakeln auf dem Balkon, Badeequipment (Swimmingpool, Schwimmring und Waserpistole) sowie leckere Fruchtspieβe und Bowle in ausgehöhlten Ananas und Melonen! Doch auch die Gäste (ca. 35 Mann buntgemixt aus Schland, Australien, China, Malaysia, Irak etc.) sorgten in ihren Shorts für entsprechende Beachstimmung. Ich war begeistert! Und so hatten wir bis in die frühen Morgenstunden viel Spaβ! Der Sonntag ist dann eher chillig verlaufen...leider hatte ich mal wieder ach oh Wunder Schädelweh (ups war da nicht ein Versprechen, nie wieder Alkohol zu trinken?). Leider machte sich die Bowle auch anderweitig bemerkbar und so kam es, dass ich den Sonntag an Wohnung (speziell Badezimmer) gebunden war! Das für den Abend geplante Feuerwerk konnte ich knicken!
Pangkor Island (11.-12.08.2007)
Endlich! Nach zwei in KL verbrachten Wochenenden war es wieder soweit! Inselwochenende. Yeah! 5 Uhr morgens sind wir in Dinashs Auto gehüpft und kamen 10 Uhr auf Pangkor Island an. 5 Minuten später gings schon an den Strand, um unserem Hauptziel “Sonne auftanken” und “braun warden” entsprechend nachzukommen. Och war das chillig: Wellenrauschen, keine Touris weit und breit (ok, muss gestehen, dass ab und zu Jetski-Fahrer vorbeirauschten und für enormen Wellengang sorgten) sowie den MP3 Player und das Buch in greifbarer Nähe. So läβt es sich leben!
Viel gemacht haben wir entsprechend wenig. Die einzige Bewegung bestand darin sich mal kurz im glasklaren Wasser ‘abzukühlen’, unter die Dusche zu springen und den 3 minütigen Weg zum Strand oder ins nächste Seafoodrestaurant zurückzulegen.
Das Essen war übrigens mal wieder ein Traum! Auch wenn der Rochen mit seinen Glubschaugen und dem “Stachel” eher lustig als lecker aussah. Doch eindeutig Fehlanzeige! War yammi!
Gut erholt und leicht gebräunt gings am Sonntag wieder (leider, leider) zurück nach KL.
Heimat-Wellness-Urlaub (4-5.08.2007)
Da meine Reisekasse langsam Ebbe anzeigt, beschloss ich ein zweites WE in KL zu verbringen und es mir so richtig schön zu machen….sieht wie folgt aus: Starterfrühstück in „the dome“ mit leckerschmecker Rüherei. Gut gelaunt hab ich mich dann vom Taxifahrer zu Evas Condo chauffieren lassen. Viel Bewegung stand nicht auf meinem Plan. Also gleich den nächsten Liegestuhl am Pool in Beschlag genommen, Buch gelesen, geratscht und mal das Wasser getestet! Nachdem sich die Sonne so langsam auf Evas Haut bemerkbar machte, beschlossen wir, dass es höchste Eisenbahn für ein Mittagessen und anschließender Massage war. Nachdem wir ordentlich durchgeknetet und völlig relaxt waren, sind wir nach Hause gefahren, haben uns angeschäuselt und dann gings auch schon zur berühmt berüchtigten Sarvin-zieht-euch-alle-weiß-an Party. Die Deko war der Hammer, die Gäste gut drauf (kein Wunder, der Alkohol floss wie üblich in Strömen) und so wurde es wieder eine laaaange feucht-fröhliche, durchtanzte Nacht, die Spuren hinterlassen hat. Ich sachs euch: nie wieder Alkohol (erinnert mich bloß daran!!!). Mein Kopf dröhnte den ganzen Sonntag über! Dementsprechend viel hab ich unternommen. Na ja zumindest hab ich es in die nächste Shoppingmall geschafft, wo ich mit Krystyna (kein Rechtschreibfehler, auch diese Version gibt es!) zum Kaffee trinken verabredet war. Unser Ziel einen gemeinsamen Urlaubsplan auf die Beine zu stellen, haben wir dank meines Schädelwehs nicht erreicht. Aber scheee wars.
In the jungle (14.-15.07.)
Da ich mich die Woche nicht gerade überarbeitet hatte (meine Notebook wurde von mir nach einer langen Diskonacht im Kaffee ertränkt und streikt seitdem), entschied ich mich doch, wieder übers Wochenende wegzufahren. Reiseziel: Taman Negara, einer der ältesten Dschungel der Welt. Transportmittel: Reisebus (auf gerader Strecke Formel 1 verdächtig, am Berg unwillig).
Pünktlich erreichten wir den Nationalpark und nachdem wir die Unterkunft “Park Lodge” (Minibungalow mit assligen Betten, deren Matratzen zum einen durchgelegen waren, zum anderen bis zum Himmel stanken!) bezogen hatten, stand auch schon die erste Tour auf dem Plan: Rapids-Bootsfahrt! Mit dem Hinweis: “Be prepared to get wet!” wurden wir in ein kleines, schmales Holzboot verfrachtet. Die ersten Stromschnellen haben wir noch halbwegs trocken überstanden. Doch dann kam eine Amerikanerin aus der vorderen Reihe auf die gloreiche Idee, ihren Arm bei voller Fahrt ins Wasser zu halten…ihr machte es sichtlich Spaβ eine Flutwelle nach der anderen auszulösen und uns ordentlich einzuweichen! Klatschnass verlieβen wir daher das Boot, um uns ein Orang Asli Dorf anzuschauen, mit dem Blasrohr Kuscheltiere abzuschieβen und zu lernen, wie man ohne Streichhölzer Feuer macht.
Für die Rückfahrt wählten wir (man ist ja lernfähig!) die vorderste Sitzreihe des kleinen Bootes. Dann kam die Rache – in Form eines Badelatsches! Mit Hilfe dieses Plastikschuhs, der immer und immer wieder ins Wasser gehalten wurde, konnte man super hohe Wellen erzeugen. Die Amerikanerinnen waren binnen Sekunden komplett durchnässt und das Boot gut gefüllt. Kein Grund Mitleid zu zeigen! Die Wasserschlacht nahm erst ihr Ende, als wir mit dem Boot wieder andockten.
Frisch geduscht (natürlich mit kaltem Wasser oder hätte jemand heiβes H2O in einer klapprigen Bretterhütte vermutet?) und wohlgenährt sind wir bei Nacht durch den Dschungel getigert. Leider scheint das eine Tourihauptattraktion zu sein…der Nightwalk glich einer Völkerwanderung. Daher haben wir trotz exzellenter Führerin kaum Tiere (nur winzige Spinnen, Raupen und Kakerlaken!) gesehen. Die begeisterten Freudenausbrüche, die einer jeden Entdeckung folgten, konnte ich nicht so ganz teilen…hatte ich doch diese Tiere schon zu Hauf in unserem Condo entdeckt! Also wo bitteschön waren denn nun Tiger und Schlange? Das sollten wir leider nicht mehr herausfinden.
Nach einer eher schlaflosen Nacht (siehe obige Bettbeschreibung) gings am Sonntag wieder per kurzer Bootsfahrt in den Dschungel. Vorbei an riesigen Bäumen, über Treppen (ja, auch der Urwald wurde Touri freundlich gestaltet) und Wurzeln wanderten wir stetig bergauf. Bei den tropischen Temperaturen und der hohen Luftfeuchtigkeit ne ziemlich schwitzige Angelegenheit! Aber es hat sich gelohnt! Die Aussicht war toll und die Landschaft gigantisch. Nach einer kurzen Verschnaufpause schleppten wir uns wieder bergab und warteten bis wir an der Reihe waren, den Kanopi Walkway zu betreten. So in etwa wusste ich, was da auf mich zukommt. Doch die ewig langen, in schwindelnder Höhe schaukelnden Hängebrücken übertrafen meine schlimmsten Erwartungen. Das Foto knipsen habe ich daher Matthias überlassen. Damit war unser Buschwochenende fast vorbei.
Im strömenden Regen schipperten wir mit unserem Gepäck, Holländern und Indern durch den Dschungel und genossen noch einmal den Anblick der Urwaldriesen.
Parties feiern fetzt (1.07.2007)
Die Regenerationsphase unter der Woche wurde – naja, nicht genutzt ;). So ging es am Mittwoch ins Velvet, wo wir endlich mal wieder zu 80er und 90er Jahre Musik tanzen konnten. Nach einem erholsamen Donnerstag (ich bin vor 1 Uhr ins Bett gekommen) und leckerschmecker Sushi am Freitag sind wir ins Poppy Garden gezogen, wo wir wie in einer Sardinendose (man war das eng!) bis 2.30 Uhr morgens gefeiert haben.
Aus dem geplanten Hausfrauenwochenende (so langweilige Sachen wie Bügeln, Waschen, Putzen etc. standen auf dem Plan) ist nicht allzu viel geworden...das Shoppingcenter sowie die Einladungen zur Geburtstags- und WG Party waren allzu verlockend!
Fazit 1: in meinem Kleiderschrank herrscht keine gähnende Leere mehr.
Fazit 2: Partys feiern fetzt!
Fazit 3: auch skypen endet in schlaflosen Nächten und macht süchtig...bin am Sonntag nicht davon losgekommen.
Von spanischen Parties und französischen Städtchen (8.-10.06.2007) Dieses Wochenende hab ich ganz gemütlich in einem Café mit Dorothee begonnen. Nachdem wir uns auf den neusten Stand gebracht hatten und die Wochenendplanung stand, bin ich zu mir gefahren, um mich a bissl aufzubrezeln. Dann gings auch schon weiter zu Jola und Eda zum schnackseln, vorglühen und weiterem aufbrezeln. Nach 2 Std. harter Arbeit waren wir endlich ausgehbereit. Also haben wir noch die Alkoholreserven der beiden geplündert und sind zu der spanischen Papayabirthdayparty gefahren, auf der es schon feuchtfröhlich zuging. Aber was will man auch anderes erwarten, wenn sämtliche Nationen (Franzosen, Ösis, Italiener, Leute aus Simbabwe, Kanadier und natürlich jede Menge Spanier sowie Asiaten) vertreten sind, coole Mucke gespielt und ein Hochprozentiger nach dem anderen hervorgezaubert wird? Nach dem letzten Singapurwochenende hätte man eigentlich meinen können, dass ich partytauglich bin, aber ich sachs euch…. nach einem Gläslein Borneoschnaps (total widerlich, ich dachte mir brennts die Kehle weg) und in die Hand gedrückte bunte Smarties (so sah es zumindest aus und ich Dummerchen hab gleich ein paar in den Mund geworfen und mit kauen bekommen… der Geschmack war nicht der von Schokolade…) begann ich schon gegen 2.30 Uhr zu schwächeln und hab mich kurze Zeit später aus dem Staub gemacht. Gerade rechtzeitig um etwas von der vor der Haustür stattfindenden Schlägerei mitzubekommen. Ich hab mich natürlich an den Rand gestellt und den stillen Beobachter gespielt. War einfach zu witzig, wie ein alter, mit Knübbel bewaffneter Malaie (quasi potentieller Rentner) schimpfend/zeternd hinter Partygästen herlief, während dieser wiederum von den Securrities verfolgt wurde. Wie im Film liefen die im Kreis…total Banane. Irgendwann haben die betrunkenen Jungs dann die Ausfahrt gefunden und sich von dannen geschlichen. Zeit für mich, ein Taxi zu rufen und ins Bett zu gehen! Viel ist allerdings nicht aus dem Schönheitsschlaf geworden. Um neun Uhr klingelte mein Wecker und riss mich unsanft aus meinem Koma. Ich war mit Dorothee, Kerstin, Sarvin und Tobias verabredet. Gemeinsam sind wir nach Bukit Tinggi, einem französischen Resort gefahren und plötzlich hab ich mich wie zu Hause gefühlt: das kleine Städtchen sah aus wie Lübeck. In kleinen Gassen zwischen alten Backsteinhäusern gab es zahlreiche Stände und Straßencafés. Nur die in Trachten oder Halloweenkostümen gekleideten Asiaten und die mit Gitarre bewaffneten Straßensänger (oh mein Gott, waren die schmalzig und schlecht) waren etwas fehl am Platz. Nachdem wir uns in einem gemütlichen Restaurant gestärkt hatten, haben wir uns auf die Suche des japanischen Gartens gemacht, der allerdings weniger spektakulär war. Ich hatte an Bonsaibäumchen gedacht. Aber entweder haben die Gärtner vergessen, diese regelmäßig zu verschneiden oder…. auf jeden Fall gabs nur riesige Urwaldbäume, ein paar bunte Fische und ein japanisches Teehäuschen. Abends war ich dann fix und foxi. Der mangelnde Schönheitsschlaf machte sich bemerkbar. Also hab ich es mir zu Hause mit ner DVD gemütlich gemacht…. und bin schließlich doch wieder um die Häuser gezogen…nicht ohne mich vorher bei Marina und Bernhard mit Vanilleeis und den leckersten Brownies der Welt zu stärken (vielen, vielen Dank für die Einladung). Kerstin und ich sind dann zur Partymeile Kuala Lumpurs gedüst und haben mit Sarvin und Dorothee Clubhobbing gemacht. Dort ging es echt ab wie Schmidts Katze. Für jeden Musikgeschmack war etwas dabei und so ist es mal wieder später geworden als ursprünglich geplant. Hab dann erstmal ausgeschlafen, mich im Pool erfrischt und heute Abend wird leckerschmecker bei Eva und Jürgen gegrillt! Fazit: es war ein 1 A Wochenende und es ist zum Glück noch nicht vorbei!
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