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Zwar fällt es mir äußerst leicht zu klassifizieren welchem Unterhaltungsmedium die DNA Saga angehört, nämlich den Büchern, (Vorläufer der PDF Datei) aber es bedarf wiederum eine weit größere Zahl an Wörtern und Absätzen, bis hin zu Seiten, um wirklich ausführlich zu erklären, um was es sich bei diesen Büchern handelt. Pessimistische Zukunftsvisionen sind im Film- und Literaturbereich nichts neues mehr. Neuere Dokumentationen handeln fast ausschließlich von der globalen Erwärmung, Atomkriegen oder sonstigen Katastrophen, die unseren Garten Eden in ein einziges Chemnitz- äh Tschernobyl verwandeln und fast jeder zweite Film auf RTL 2 ist ein drittklassiger “Twister” Abklatsch. Und da soll ich dann mit meiner Buchreihe auch zu diesem ausgelutschten Klischee gehören? Dabei hatte ich ursprünglich gar nicht geplant solche Dinge wie globale Erwärmung und den nuklearen Supergau als Vorgeschichte für meine futuristischen Visionen in der DNA Saga zu verwenden. Zu Beginn sollte die Story lediglich von den groteskesten Auswirkungen der Genforschung, vermischt mit typischer Action und Spannung handeln. Und noch davor, hatte ich einfach nur die vorpubertäre Idee ein wirklich stilisches Comicmonster zu erfinden, dass eigentlich gar keine Hintergrundstory haben sollte. Mit diesem typisch übertrieben geratenen Zeichentrickfiesling hat alles begonnen: Dem, unter meinen Leuten schon weitgehend bekannten Gilarack! Um nicht gleich mit zu langatmigen Handlungssträngen der Saga zu beginnen, erläutere ich erstmal ein paar relevante Dinge über meinen Gilarack. Nehmt einfach ein bäriges, borstiges Äußeres wie etwa eine Fusion zwischen Hamster und Eber, klebt dem Teil zwei Froschbeine an den Hinterleib und zwei Echsenbeine an den Rumpf, verteilt acht grüne Spinnenaugen, eine Schnauze mit sage und schreibe drei Nasenlöchern und ein unnatürlich großes Gebiss in der Visage und stellt euch jetzt vor es wäre möglich, dass solch eine Missgeburt des Lebens fähig wäre. Dann habt ihr einen Gilarack! Wenn man diesen kunterbunten Salat aus´m Streichelzoo einmal genau betrachtet, merkt man, dass tatsächlich etwas bedrohliches von diesen Viechern ausgeht, wenn sie nicht so lächerlich wären, versteht sich. Aber genau dieser schmale Grat zwischen Horror und krankhaft übertriebener Fantasie macht den Gilarack zu dem perfekten Monster der DNA Saga. Zu allem Überfluss vermehren sich diese Biester, indem sie homanuide Lebensformen mit dem gefürchteten GRI (Genetisch rezessive Infektion) infizieren, die dann, ihr werdet es sicherlich schon erraten haben, auch zu Gilarack werden. Jetzt aber was zur Story, die sich allmählich um den Gilarack herum gesponnen hat, als ich mit intensiven Überlegungen bezüglich einer möglichen Vergangenheit der Bestie begann. Das was heute ein kleines Universum geworden ist, hat mal mit der simplen Frage begonnen: “Wo kommen die Gilarack eigentlich her?” Bei der Entwicklung der ersten Zeichnung wusste ich bereits, so was kann keines natürlichen Ursprungs entstammen. Es musste einfach eine genetische Mutation aus einem Versuchslabor oder so was Ähnlichem sein. Nur war mir dieser Gedanke noch zu einfach. Fast in jedem Marvelschinken wurden Superhelden oder Monster durch irgendeinen Laborunfall erschaffen. Um Vorbeugungsmaßnahmen gegen den Tag vorzunehmen, an dem der Gilarack in inniger Umarmung mit Spiderman und Wolverine auf dem Titelblatt einer Grafiknovelle dem Konsumenten entgegengrinst, wechselte ich den obligatorischen verrückten Professor und das Labor, gegen einen… oh… nun ja… ach Mist! Okay, das Labor und der Professor blieben! Aber hey, wer soll denn bitte sonst ein fieses, blutrünstiges Monster erschaffen? Da gibt es keine andere Möglichkeit als einen verrückten Wissenschaftler und seine Untergrundorganisation, die wohlgemerkt im Laufe der Vorgeschichte der DNA Saga durch eine Sekte ersetzt wird und schlussendlich (wie war es auch anders zu erwarten?) die Kontrolle über die “Neuen Arten” verlor. Viel interessanter ist meiner Meinung nach aber, wie ein Mensch erst so verrückt werden kann, dass er es so weit kommen lässt. Ihr denkt sicherlich: “Durchgedrehter Kerl, der die Welt wie geblendet ins Chaos stürzt, weil er denkt er tut das Richtige? So was gibt es nicht!” Aber da irrt ihr (Bush). Überhaupt die gesamte DNA Saga schöpft seine Ideen aus den Perversionen der menschlichen Intelligenz. Zeigt die Abarten zu denen wir in der Lage sind und verzerrt sie, rückt sie in ein anderes Licht und stellt sie übertrieben dar, so dass sie, gewürzt mit einer fesselnden Geschichte für die Leser auch lesenswert ist! Also ist die DNA Saga nichts weiter als ein Ebenbild unserer heutigen “zivilisierten” Gesellschaft. Einzig die Verpackung hat sich geändert. Doch nach wie vor handelt es sich hierbei immer noch um einen Science Fiction/ Fantasy- Hybriden und als ein Solcher, erwarten euch allerlei sonderbares Getier (Ebenfalls aus der genetischen Brauerei) und modernste Technologie, wobei letztere nicht all zu modern und vor allem nicht zu zahlreich sein durfte. Man bedenke, dass der Großteil der uns bekannten Welt durch die so genannte “Globale Katastrophe” verwüstet worden ist und die Menschen eher um ihr Leben kämpften als um den Fortschritt. Aber wie sagt man so schön: Drastische Situationen erfordern drastische Maßnahmen und brachten doch so einiges hübsches Zukunftsutensil an den Tag. Dabei habe ich allerdings immer darauf geachtet, dass neue Erfindungen meistens nur aus altem, man kann sagen, Schrott gebaut wurden. Die industrielle Entwicklung begann praktisch von neuem und erreichte um 2500 ihren neuen Höhepunkt mit der Gründung der Kuja- Kooperation. Diese Firma brachte einige großartige neue Erfindungen hervor. Größter Trumpf und Lebenswerk des Inhabers Sean C. Kuja war ohne Zweifel der Basil C1, ein Energieschildgenerator, der die, durch die Globale Katastrophe zerstörte Ozonschicht ersetzte. Doch wo es die Guten gibt, da gibt es auch immer Diejenigen, mit anderen Absichten. Diejenigen, die sich selbst für die Guten halten, es aber nach der Meinung des Lesers nicht sind, oder besser bekannt unter der Bezeichnung “Böse”. Auch die so genannten “Bösen” haben ihr eigenes gewaltiges Machtinstrument und den Auslöser der Globalen Katastrophe: Den schwebenden Kontinent Alaskerika. Niemand genau kennt das wahre Geheimnis hinter dieser himmels- verdunkelnden Festung, doch seit ihrem Auftauchen verhalten sich die Gilarack aggressiver als zuvor und bilden des Öfteren Klans, die es zunehmend auf kleinere Karawanen abgesehen haben. Bisher von allen Behörden Neo Canberras in Australien (der letzten großen Stadt auf dem letzten von Menschen besiedelten Kontinent) als harmlose Verhaltensstörung der Bestien eingestuft, ignorieren sie die Erinnerungen an die erste Schlacht mit den Gilarack, denn nun sitzen die hohen Tiere hinter den vermeintlich sicheren Mauern der Hauptstadt und brauchen sich nicht länger um Alaskerika, dass durch den Schutz des Basil C1 ohnehin keine Gefahr darstellt und die Neuen Arten zu kümmern. Doch wie das Leben nun einmal so spielt, finden die so genannten Schöpfersekten und Alaskerika einen Weg dieses Hindernis zu durchbrechen. Die DNA Saga beginnt kurz nach dem Tode des Erfinders Sean Kuja, doch zunächst einmal fernab von der zivilisierten Welt Neo Canberras, im Outback des letzten Kontinents, der Wüste Tanami. Und sie beginnt mit Jemandem, den all diese Probleme nichts angehen, einem Nomaden und seinem Candiarischen Sprintwolf, (ebenfalls eine der Neuen Arten) für die nur eines von Relevanz ist. Die Antwort auf die Frage: “Wie überlebe ich den nächsten Tag?” Das trostlose Leben des jungen Nomaden nimmt plötzlich aber eine ungeahnte Wendung: Mitten in den unendlichen Dünenmeeren stolpert er wie durch Zufall über Sean Kujas Tochter… Inzwischen hatte ich doch tatsächlich die Ausdauer alle drei Bücher zu schreiben, die mittlerweile zu einem verschmolzen sind. Ja, ihr habt richtig gehört, die ganze Schose ist bereits vorüber und befindet sich in der Überarbeitung und Fehlerkorrektur, was scheinbar noch mal so lange dauern wird wie die bisherige Schufterei (eine Schufterei, die mir sehr viel Spaß gemacht hat). Im Nachhinein sind mir sehr viele mythologische Einflüsse in der Saga aufgefallen, die ich, um ehrlich zu sein, anfangs gar nicht beabsichtigt hatte. Auch die oben genannten Parallelen zur Gegenwart haben sich weiter verdichtet. Ein Beispiel: Heute beherrschen es die Menschen ganz grandios das Wetter zu manipulieren, Stichwort “woher kommen denn auf einmal die ganzen Stürme?”. In meiner Zukunftsvision ist es den Menschen sogar möglich das Wetter zu kontrollieren und was machen sie mit dieser Macht? Nach Strich und Faden missbrauchen! Die Gilarack, die einst Menschen waren, wirken schon fast wie eine Untermalung von dem was die meisten der menschlichen Rasse eigentlich sind: In irgendeiner Weise nichts anderes als ungehobelte Tiere, die ihren eigenen Garten Eden versauen! Realistisch gesehen dürfte diese Geschichte also kein gutes Ende nehmen, aber ich neige zur Übertreibung, ob im Realismus oder in der Fiktion. Und in der Fiktion endet es doch immer so, wie man es selbst am liebsten hätte. |
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