Hauptseite
ueber uns
Wissenswertes 1
Wissenswertes 2
Wissenswertes 3
Bildergallerie 1
Bildergallerie 2
Bernsteinketten 1
Bernsteinketten 2
Anhaenger 1
Anhaenger 2
Armbaender 1
Armbaender 2
Ringe 1
Ringe 2
Ohrschmuck 1
Ohrschmuck 2
Broschen 1
Termine
BALTIC AMBER
Mein Gästebuch
Kontaktformular

 
 

 

 

Mitunter findet man auch fossile Insekten und Kleintiere – oder zumindest Teile davon– im Bernstein, die zur damaligen Zeit in den Kiefernwäldern gelebt haben. Sie blieben an den klebrigen Harz hängen und wurden nach und nach davon eingeschlossen und somit konserviert. So findet man Fliegen, Ohrwürmer, Termiten, Ameisen, Zikaden, Heuschrecken, Mücken und Fliegen, aber auch Flöhe, Asseln, Würmer, Spinnen, Haare und kleiner Vogelfedern. Aber auch Libellen und sogar eine Eidechse. (siehe auch Fälschungen  und Manipulationen) 

Größere Tiere konnten sich meist wieder befreien, auch wenn sie dabei mal ein Bein oder Flügel verloren.

Des weiteren findet man auch noch pflanzliche Inklusen von Pflanzenteilen, Moosen, Pilze und Flechten, Gräser und Waldblumen, so wie Samen und Blütenteilen. Aber auch selbst einen Wassertropfen fand man schon im Bernstein.

Einen Bernstein mit Inklusen zu finden, ist schon ein Glückstreffer, denn sie sind doch sehr selten und nur jeder 500ste enthält Inklusen, während man in den Schlaubensteinen in jeden 20sten Baltischen Bernstein Lebewesen, Pflanzen oder Teile davon finden kann. Doch meistens sind es nur Fragmente davon oder die Bernsteine sind so beschädigt, dass nur ein Teil noch enthalten ist. Vollständig erhaltene Inklusen sind also sehr wertvoll für die Liebhaber, Sammler und die Wissenschaft.

Auch müssen gewisse Voraussetzungen gegeben sein, damit Inklusen entstehen.

Die Pflanzen und Insekten müssen stabil sein und die Form behalten, bis das Harz ausgehärtet ist und das Harz darf sich nicht zusammenziehen oder verformen. Zudem sollte es auf natürlichem Wege langsam durch Hitze- oder Sonneneinwirkung geklärt werden.

Klebt ein Insekt einmal richtig fest, dann wird es vom nachfolgenden Harz eingeschlossen und die Weichteile, wie Drüsen, Körperflüssigkeiten, Muskeln usw. werden herausgedrückt, was eine Trübung um das Insekt im Bernstein zur Folge hat.

Derzeit werden etwa 800 Tonnen Bernstein gefördert, doch nur ein kleiner Teil dessen eignet sich auch für die Weiterverarbeitung zu Schmuck und Kunstgegenständen, denn die meisten Stücke sind einfach zu klein oder zu unsauber. Größere Stücke sind dagegen sehr rar. So wurde in Schweden 1922 und 1970 Bernstein mit einem Gewicht von sage und schreibe 1,8 kg gefunden. Weitere Stücke wogen bis zu 1,2 kg und das wohl größte Stück fand ein schwedischer Fischer 1969 bei Bohslän an der schwedischen Westküste. Der Originalfund hatte ein Gewicht von 10,478 kg. Heute wiegt es nur noch 8,886 kg, da man davon etwas abgeschlagen hatte. Dieses Stück kann man im Ravhuset in Kopenhagen besichtigen. Doch das wohl bekannteste Stück liegt im Berliner Museum für Naturkunde und wiegt immerhin noch 9,75 kg und hat die Maße von 48x22x20 cm. Dieser wurde im Jahre 1860 bei Parwino in Pommern gefunden.

Der Bitterfelder Bernstein wurde im Zeitraum von 1974 bis 1993 im Tagebau abgebaut, wobei  die bis 1970 noch mit Schaufel und Schürfharke geschah und erst 1976 wurden Maschinen eingesetzt und trugen Schichten bis zu 50m unter dem Meeresspiegel ab. Danach wurde die Grube als unrentabel betrachtet und Ende der 90er Jahre völlig geflutet.  1827 wurde auch in Kaliningrad (Königsberg)  eine Grube in Palmnicken geöffnet. Nach dem 2. Weltkrieg wurde Palmnicken von der Sowjetunion in Jantarny umbenannt. Jantar ist das russische Wort für Bernstein.  Hier wurde der Succinit-Bernstein aus der "Blauen Erde" gewonnen. In dieser meterdicken, graugrünen Sedimentschicht findet man Glaukonit und den Baltischen Bernstein. Hier wurden bis 2002 etwa 90% der jährlichen Weltlieferung gewonnen, bis sie geschlossen und geflutet wurde.

Dadurch brach dann auch der Handel ein, denn es gab keine Lager und die Preise wachsen seitdem stetig, da der Bedarf nicht mehr gedeckt werden kann. Zwar gibt es Gerüchte, dass man in Promorskoye, in der Exklave Kaliningrad eine neue Grube eröffnen werde, aber, es sind bis jetzt eben nur Gerüchte.
Auch schätzt man, dass es in Polen noch ungefähr 12.000 Tonnen gibt, was jedoch an der Nachfrage gemessen auch nicht all zu viel ist. Der, hauptsächlich aus Mozdzanowo gewonnenen Bernstein weist unterschiedliche Farbtöne auf und bis zu 60% der Funde sind klar und durchsichtig. Doch auch zur Halbinsel Hela und auf der Lubliner Hochebene wurden Bernsteinvorkommen entdeckt.

Schon zu Urzeiten wurden dem Bernstein besondere Kräfte zugesprochen. Ob nun Zauber- oder Heilkräfte, genutzt wird er auch heute noch und als „Heil- und Schutzstein“ genutzt und getragen. Gemahlen soll er, eingenommen, bei  Leberkrankheiten, bei Problemen im Magenbereich und des Verdauungssystems, bei Nieren- und Gallenproblemen helfen. Bernsteinöl oder Bernsteinpulver in Alkohol kann bei Rheuma helfen, wenn die betroffenen Stellen damit eingerieben werden. Er gilt als Schwangerschaftsschutzstein, soll Ängste nehmen  und Lebensmut- und Freude schenken. Dafür sollte er aber ohne Unterbrechung eine längere Zeit auf der Haut getragen werden.

Wissenschaftliche Bestätigungen gibt es hierfür aber nicht, außer den Aussagen derer, die mit dem Bernsteinen entsprechende Erfahrungen gemacht haben. Beliebt sind auch sogenannte "babyketten" aus Bernstein, denn schon früher wurden sie als Zahnungshilfe eingesetzt und bewirken nicht nur eine Schmerzlinderung, sondern machten und machen das auch, was heute moderne Beißringe bewirken. Zudem gilt der Bernstein als antiseptisch und endzündungshemmend.Durch die große Nachfrage fing man schon im 18. Jahrhundert an, Bernsteineinschlüsse zu fälschen. Sogar ganze Skorpione, Eidechsen, Frösche und anderes Getier wurden als Inklusen eingegossen, die man auch heute noch in den Geschäften findet. Aber auch der Bernstein selbst wird immer wieder synthetisch hergestellt, in dem man Kunstharze verwendet, die nur schwer vom echten Bernstein zu unterscheiden sind. So hat echter Bernstein immer einen harzigen Brenngeruch, schwimmt, wegen seiner Dichte, im Salzwasser (etwa zwei Esslöffel Salz auf einen Viertelliter Wasser) und hat eine geringere Moshärte. Beim Reiben lädt er sich statisch auf und zieht Papier, Wollfussel und Haare an. Mischungen von Kunstharz und Bernstein kann man jedoch leicht erkennen, da sie einen Absatz enthalten. Solche Mischungen wurden viel in der ehemaligen DDR aus Polyester und Bernsteinstücken gefertigt und  als Polybern verkauft.
Auch gibt es Rekonstruktionen – Replikate- aus den pulverisierten Schleifabfällen und kleineren Bruchstückchen, die geschmolzen und gegossen werden. Sie sind nur schwer als "Fälschung" zu erkennen und leider dürfen sie auch als "Echt Bernstein" angeboten werden, da die Grundlage des "Pressbernsteines" eben Bernsteine oder das Pulver ist.

Ein weiterer Prüftest wäre eine glühende Nadel, mit der man unter leichtem Druck über den Stein fährt. Ist der Stein echt, dann weist er eine Rille auf, wird dort klebrig und riecht leicht harzig, was aber eben auch einen Stein beschädigen kann. So sollte man es immer an einer kaum sichtbaren Stelle machen. Zudem sind die Händler nicht gerade von diesen Test begeistert. Schonender dagegen ist der Test mit dem UV-Licht, da der Bernstein im Gegensatz zu Kunstharz nicht weiß-blau fluoresziert.

Da ca. 95% der Bernsteine trübe sind, ist es gang und gebe, Bernsteine künstlich zu klären, indem man sie tagelang in Leinsamen- oder Rübenöl erwärmt, wodurch sie eben klar werden, da die feinen Luftbläschen austreten. Sonnenflinten, Sonnensprünge und Blitzer, die in Naturbernsteinen äußerst selten vorkommen, könne so auch gezielt  durch eine ausgeklügelte Temperaturregelung hergestellt werden. Des Weiteren ist es leider auch üblich, dass die Steine künstlich gealtert werden, indem man sie in einen Backofen auf Sand legt und auf 100° erhitzt, wobei sie einen Braunton erhalten, was aber auch kaum nachweisbar ist.

Weitere Tips, Hinweise, Ratschläge, so wie Erfahrungen (auch zu den Heilwirkungen) werden gerne entgegengenommen. Sie können diese gerne mailen oder besser, in das Gästebuch eintragen.

 

© by Alfred Schäfer


 

           


Impressum || klausvestweber@t-online.de ||